AKTUELLES

Die Koordinationsstelle musste zum 31. März 2006 ihre Arbeit beenden, da die Landesregierung ihre Förderung gestrichen hat.
Lesen Sie hierzu  unsere Pressemitteilung, den   offenen Brief an Ministerpräsident Dr. Rüttgers, die DPA-Meldung sowie das Hintergrundpapier zur Notwendigkeit der Koordinationsstelle Frauen und Gesundheit NRW.

 

Diesen Service können Sie weiterhin nutzen:
Auf dieser Homepage finden Sie weiterhin vielfältige Informationen rund um das Thema „Frauen und Gesundheit“ sowie „Gender Mainstreaming im Gesundheitswesen“. Die Daten werden aber nicht weiter aktualisiert.
Die Trägerorganisationen suchen nach Möglichkeiten, die Homepage zu erhalten.

Angebote und Kontakt nach der Schließung:
Anfrage für Vorträge, Fachberatung etc. können Sie an das FFGZ Köln info@frauengesundheitszentrum-koeln.de oder das IZFG Bad Salzuflen info@izfg.de richten. Die Leistungen sind aber nicht länger kostenfrei. Die finanziellen und personellen Ressourcen der Trägerorganisationen der Koordinationsstelle sind begrenzt, sie werden sich aber weiterhin für eine frauengerechte Gesundheitsversorgung engagieren.
Über die Trägerorganisationen erreichen Sie auch die ehemaligen Mitarbeiterinnen der Koordinationsstelle weiterhin. Diese stehen im Rahmen ihrer Möglichkeiten gegen Honorar weiterhin als Referentinnen zur Verfügung.

Sie können aber auch direkt per Mail mit uns Kontakt aufnehmen:

Gabriele Klärs: gabriele.klaers@koeln.de
Carola Lehmann: carola.lehmann@gmx.net
Dr. Monika Weber: webermo@web.de

Die Plakatserie der Enquete-Kommission „Zukunft einer frauengerechten Gesundheitsversorgung in NRW“ ist ab sofort wieder über den Landtag auszuleihen:
Referat Informationsdienste: Herr Dr. Gärtner: 0211 - 884 24 30, wolfgang.gaertner@landtag.nrw.de > Zu den Plakaten

11. und letzte „informiert!“ erschienen: Baustelle Frauengesundheit

Neu: Materialsammlung "Soziale Lage, Geschlecht, Gesundheit"

Neu: Materialsammlung „Migrantinnen und Gesundheit“

10. Tagung des Netzwerkes und der Koordinationsstelle Frauen und Gesundheit NRW "Frauengesundheit in Nordrhein-Westfalen - viel erreicht und viel zu tun!" am 09. März 2006, Stadtmuseum Düsseldorf Flyer Flyer,  Fotos Fotos (520 KB),  Pressemitteilung Pressemitteilung
Arbeitshilfe des Landesinstitutes für den öffentlichen Gesundheitsdienst "Häusliche Gewalt und Gesundheit" für die Kommunalen Gesundheitskonferenzen und Leitfaden "Diagnose: Häusliche Gewalt" erschienen. mehr
 
10. "informiert!" erschienen. Schwerpunkt: Soziale Lage, Geschlecht und Gesundheit
Arbeitshilfe des Landesinstitutes für den öffentlichen Gesundheitsdienst "Häusliche Gewalt und Gesundheit" für die Kommunalen Gesundheitskonferenzen und Leitfaden "Diagnose: Häusliche Gewalt" erschienen. mehr
Kommunen aktiv gegen häusliche Gewalt: Materialien, Fortbildungen, Veranstaltungen, Aktionen
CD–Präsentation "Sind das schon die Wechseljahre?"
Neu: Materialsammlung Frauenherzen- Männerherzen
Geschlechterspezifische Aspekte der Koronaren Herzerkrankung
Neu: Land NRW veröffentlicht Gender-Materialien und fördert praktische Erprobung
Gesundheitspolitik in NRW nach der Landtagswahl 2005
9. "informiert !" erschienen. Schwerpunkt: Frauenherzen - Männerherzen.
Tagung 22.04.05 "Den Wechsel gestalten - Neuorientierungen im Umgang mit der Hormontherapie in den Wechseljahren"
Die Tagungsankündigung, die Abstracts und Vorträge der Referentinnen und Referenten sowie die Pressemitteilungen und Fotos finden Sie hier.
Plakatserie der Enquetekommission "Zukunft einer frauengerechten Gesundheitsversorgung in NRW" kostenlos auszuleihen.
Abschlussbericht der Enquetekommission liegt vor
Neu! Buchbesprechung: Anita Rieder & Brigitte Lohff (Hg.) (2004): gender medizin. geschlechtsspezifische aspekte für die klinische praxis. Springer-Verlag, Wien & New York.
Essstörungen: Neue Studie zur Qualitätssicherung in Beratung und Therapie
Krankheitskosten: Geschlechtsspezifisch aufgeschlüsselt

Geschlechtsbezogene gesundheitspolitische Beschlüsse der GFMK und der GMK 2005

März 05 Gesetzesnovellen: Gender Mainstreaming im ÖGDG und im Heilberufegesetz
22.02.2005: Expertinnengespräch "OWL - Region für Frauengesundheit"
Februar 2005: kfd-Positionspapier "Frauengerechte Gesundheitsversorgung"
Bundeskoordination Frauengesundheit(BKF)–Abschlusstagung 24.01.05: Wege zur Frauengesundheit
Neu: Empfehlungen für NRW "Häusliche Gewalt - die Rolle des Gesundheitswesens"
Arbeitskreise "Frauen und Gesundheit" in NRW: Überblick und landesweites Treffen

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Neu: Materialsammlung "Soziale Lage, Geschlecht, Gesundheit"

Der Zusammenhang von sozialer Lage und Gesundheit ist seit langem nicht nur ein Interessensgebiet der öffentlichen Gesundheit, sondern auch intensiv beforschtes Gebiet der Soziologie. In vielen Studien ist eindeutig belegt, dass Armut krank macht und die Lebenserwartung verkürzt. Zunehmend kommen in den letzten Jahren Forschungen und Diskussionen zum Zusammenhang Soziale Lage, Geschlecht und Gesundheit hinzu.
Die vorliegende Materialsammlung will einen groben Überblick über die vorhandenen Erkenntnisse, politische Beschlüsse, Praxisbeispiele und Datenbanken. Die Literaturhinweise stellen nur eine fokussierte Auswahl dar.
Gleichzeitig werden Hinweise auf ausführliche Literaturlisten gegeben.
Die Materialsammlung steht auch als Druckversion zur Verfügung.

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Neu: Materialsammlung „Migrantinnen und Gesundheit“

Im Gesundheitssystem wächst die Sensibilität für die besonderen gesundheitlichen Bedarfe und Problemlagen von Menschen mit Migrationshintergrund. Ansätze interkultureller Arbeit setzen sich zunehmend durch. Nur selten berücksichtigen Forschungsarbeiten und Praxisansätze aber bisher explizit geschlechtsspezifische Aspekte. Um MultiplikatorInnen und anderen Fachkräften einen schnellen Überblick zu erstellen, hat die Koordinationsstelle eine Materialsammlung zum Thema „Migrantinnen und Gesundheit“ zusammengestellt, die online direkten Zugriff über Links oder Downloads auf die relevanten Studien, Veröffentlichungen, politischen Beschlüsse und Praxisprojekte bietet. Darüber hinaus gibt es eine Liste weiterführender Literatur. Die Materialsammlung steht auch als Druckversion zur Verfügung. Wir danken Frau Claudia-Mihaela Pipos, MPH, Spenge für die Erstellung der Materialsammlung!

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Kommunen aktiv gegen häusliche Gewalt: Materialien, Fortbildungen, Veranstaltungen, Aktionen

Die Koordinationsstelle hat in einer landesweiten Befragung der 54 Kreise und kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen zusammengetragen, welche Materialien zum Thema "Häusliche Gewalt und Gesundheit" erstellt worden sind und welche Veranstaltungen, Fortbildungen und sonstigen Aktivitäten in den Kommunen stattgefunden haben. In der Auflistung finden Sie außerdem die Adressen der Ansprechpartner/innen.


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CD–Präsentation "Sind das schon die Wechseljahre?"

Im Rahmen der Fachtagung "Den Wechsel gestalten - Neuorientierungen im Umgang mit der Hormontherapie in den Wechseljahren" hat die Koordinationsstelle Frauen und Gesundheit NRW eine Präsentation erstellt, die collagenartig Bilder, Fotos, Karikaturen und Zitate zum Thema "Wechseljahre der Frau" präsentiert und einen kritischen wie unterhaltsamen Blick auf den gesellschaftlichen und medizinischen Umgang mit dem Älterwerden von Frauen wirft. Die Präsentation kann ab sofort genutzt werden, um sie z.B. im Rahmen von Veranstaltungen zum Thema einzusetzen. Sie ist als CD-Rom bei der Koordinationsstelle erhältlich und kann dann über einen PC oder Laptop mit Beamer abgespielt werden.

Zu Bestellen bei der Koordinationsstelle Standort Bad Salzuflen, Dr. Monika Weber, Fon: 052 22-63 62-94 oder -95, Fax -97, koordinationIZFG@frauengesundheit-nrw.de.

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Neu: Land NRW veröffentlicht Gender-Materialien und fördert praktische Erprobung

Wie können Geschlechteraspekte systematisch im Gesundheitswesen berücksichtigt werden? Zu dieser Frage hat das Ministerium für Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie NRW (MGSFF) einen Materialienband veröffentlicht und bietet praktische Hilfestellung bei der Umsetzung an.
Die vom Bremer Institut für Präventionsforschung und Sozialmedizin (BIPS) entwickelten Materialien "Gender Mainstreaming im Gesundheitsbereich. Materialien und Instrumente zur systematischen Berücksichtigung der Kategorie Geschlecht" bieten fundierte Grundlagen zur praktischen Umsetzung von Gender Mainstreaming in allen Bereichen des Gesundheitswesens. Sie enthalten
Hintergrundinformationen zur Strategie des Gender Mainstreaming und deren Umsetzung im Gesundheitsbereich,
das Instrument "Gender-Matrix", mit dessen Hilfe die Genderbezüge von Fragestellungen und Projekten systematisch analysiert werden können,
ein Anwendungsbeispiel
und eine Kurzfassung für eilige Leserinnen und Leser.
Die Broschüre steht hier zum Download oder kann bestellt werden unter www.mgsff.nrw.de.

Damit die Materialien möglichst breite Wirkung entfalten, befördert das MGSFF NRW derzeit im Rahmen eines Umsetzungsprojekts deren praktische Erprobung und Anwendung. Organisationen im Gesundheitswesen wie Kammern, Kassen, PatientInnenorganisationen, öffentlicher Gesundheitsdienst etc. können kostenlos ReferentInnen buchen oder sich in Workshops die Anwendung der Gender-Materialien demonstrieren lassen.
Nähere Informationen entnehmen Sie bitte der Projektinformation

Interessierte wenden sich bitte an: Koordinationsstelle Frauen und Gesundheit NRW, Dr. Monika Weber, Fon 0 52 22-63 62 94 oder 95, koordinationIZFG@frauengesundheit-nrw.de.

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Gesundheitspolitik in NRW nach der Landtagswahl 2005

Mit der Neustrukturierung der Ministerien ist die Gesundheitspolitik dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW zugeordnet. Minister ist Karl-Josef Laumann (CDU). Staatssekretär ist Prof. Dr. Stefan Winter (CDU). Mehr Informationen zur Leitung des Ministeriums finden Sie hier.
Der Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales hat sich am 6. Juli konstituiert. Der Abgeordnete Günther Garbrecht (SPD) wurde zum Vorsitzenden, der Abgeordnete Bernhard Tenhumberg (CDU) zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.
Die gesundheitspolitischen Sprecher der Fraktionen sind: Norbert Post (CDU), Dr. Stefan Romberg (FDP), Rainer Schmeltzer (SPD) und Barbara Steffens (Grüne). Informationen zu den einzelnen Abgeordneten sowie zum Arbeitsprogramm des Ausschusses finden Sie hier
.

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Plakatserie der Enquetekommission "Zukunft einer frauengerechten Gesundheitsversorgung in NRW" kostenlos auszuleihen

Mit einer Plakatserie hat die Enquetekommission "Zukunft einer frauengerechten Gesundheitsversorgung in NRW" die Ergebnisse ihrer Arbeit einer breiten Fach-/ Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Entstanden sind 18 Plakate, auf denen die Arbeitsweise sowie die Ergebnisse der 14 bearbeiteten Schwerpunktethemen dargestellt sind:

  • Logo der Enquete und Laufzeit
  • Beschreibung der Kommission und Auftrag der Enquetekommission
  • Leitfaden der Arbeit
  • Gewalt gegen Frauen und Mädchen
  • Rheuma - Versorgung chronisch kranker Frauen in NRW
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Frauen in NRW
  • FrauenErwerbsarbeit und Gesundheit
  • Gesundheitliche Situation von Mädchen
  • Frauen und Mädchen mit geistigen Behinderungen: Sexualität, Kinderwunsch, Elternschaft
  • Frauen und Arzneimittel
  • Zukunft eines frauengerechten Öffentlichen Gesundheitsdienstes
  • Gesundheitliche Situation von Müttern
  • Pflegende Angehörige
  • Psychische Gesundheit von Migrantinnen
  • Brustkrebs, psychosoziale Versorgung
  • Frauenspezifische Besonderheiten bei HIV und AIDS
  • Lesben, die unsichtbaren Patientinnen
  • Zukunft einer frauengerechten Gesundheitsversorgung in NRW

Die Plakatserie eignet sich gut zur Präsentation von Frauengesundheitsthemen auf kommunalen Veranstaltungen sowie für Verbände, die mit einer Ausstellung auf aktuelle Erkenntnisse im Bereich Frauen und Gesundheit aufmerksam machen wollen. Die Serie kann komplett oder themenbezogen in Teilen ausgeliehen werden.

Die Enquetekommission hat die Plakatserie nach Abschluss ihrer Arbeit der Koordinationsstelle Frauen und Gesundheit NRW übergeben.
Die Koordinationsstelle bietet Vorträge sowie weitere Materialien an.

Möchten Sie die Plakate für ihre Veranstaltung nutzen?
Landtag NRW, Referat Informationsdienste: Herr Dr. Gärtner: 0211 - 884 24 30, wolfgang.gaertner@landtag.nrw.de
Die Plakate im DIN A 1-Format (Material: Kunststoff-Plane) können an Moderations- oder Pinnwänden einfach, z.B. mit Foldback Klammern angebracht werden.

Plakate zur Ansicht
Ausleihmodalitäten

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Abschlussbericht der Enquetekommission liegt vor

Die Enquete-Kommission "Zukunft einer frauengerechten Gesundheitsversorgung in Nordrhein-Westfalen" hat im Spätsommer 2004 ihren Abschlussbericht dem Präsidenten des Landtags vorgelegt und als Buch veröffentlicht.
Kernstück des 365-seitigen Berichts ist die Darstellung der bearbeiteten Themenfelder mit jeweils einer Situations- und Defizitanalyse und konkreten Handlungsempfehlungen an die jeweils benannten Akteurinnen und Akteure der verschiedenen Ebenen im Gesundheitswesen.
Praxisnah werden hier Defizite identifiziert, Chancen und Wege zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung aufgezeigt sowie Beispiele guter Praxis dargestellt.

Der Bericht wurde im Verlag für Sozialwissenschaften veröffentlicht und ist ab sofort zum Preis von 39,90 EUR im Buchhandel erhältlich:
Landtag Nordrhein-Westfalen (Hrsg.): Zukunft einer frauengerechten Gesundheitsversorgung in NRW. Bericht der Enquetekommission des Landtags Nordrhein-Westfalen
Wiesbaden 2004
ISBN 3-531-14414-6

Informationen zur Arbeit der Enquetekommission, den Abschlussbericht und alle Gutachten finden Sie unter http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/GB_I/I.1/EK/EKALT/13_EK2/aktuelles.jsp
Download: Bericht der Enquetekommission als pdf (1,6 MB)

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Essstörungen: Neue Studie zur Qualitätssicherung in Beratung und Therapie

5% aller Mädchen und Frauen zwischen 14 und 35 Jahren leiden an den Essstörungen Bulimie oder Magersucht. Ein noch größerer Teil ist gefährdet, eine solche Krankheit zu entwciekln. Essstörungen sind vor allem Frauen betreffende Krankheiten, die bislang nur unzureichend beraten und therapiert werden.
Um zu besseren Beratungs- und Behandlungsmöglichkeiten zu kommen, hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eine Praxisstudie gefördert, die sich mit der "Qualitätssicherung in Beratung und ambulanter Therapie von Frauen und Mädchen mit Essstörungen beschäftigt, den Sie hier einsehen oder downloaden können.
Mehr Infos

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Krankheitskosten: Geschlechtsspezifisch aufgeschlüsselt

Das Statistische Bundesamt hat im Jahr 2004 erstmals eine Krankheitskostenrechnung vorgelegt, die es möglich macht, die Kosten im Gesundheitswesen nach Krankheiten darzustellen und diese zusätzlich nach Alter und Geschlecht zu differenzieren. Die Berechnungen kommen zu dem Ergebnis, dass sich die Krankheitskosten unterschiedlich nach Geschlecht verteilen: Pro Person betrugen die Krankheitskosten in 2002 durchschnittlich 2170 €. Dabei sind die Krankheitskosten pro Frau mit 3160 € um 1,4 Mal höher als die eines Mannes mit durchschnittlich 2240 EUR. Die Ursachen dafür liegen u. a. in den Kosten durch Schwangerschaft und Geburt, die allein den Frauen zugerechnet werden, und der höheren Lebenserwartung der Frauen.
Dass die Aussage, Frauen verursachten höhere Gesundheitskosten als Männer, zu pauschal ist, belegt die Studie "Gesundheitskosten und Geschlecht - eine genderbezogene Datenanalyse für die Schweiz" von Paul Camenzind und Claudia Meier (Hg.) 2004 (Hier die Zusammenfassung.) Wenn in die Kostenanalyse alle Finanzierungsträger einbezogen werden, nach Leistungsbereichen differenziert wird und unterschiedliche Bedürfnislagen (höhere Lebenserwartungen, Reproduktionsbereich etc.) und auch erbrachte Leistungen einbezogen werden wie z. B. informelle Pflege, lasten die Gesundheitskosten weit weniger eindeutig auf Seiten der Frauen.
Eine Analyse der Zahlen des Bundesverbands der Betriebskassen (veröffentlicht in Die BKK 10/2004) von Christina König und Erika Zoike beleuchtet auch für die Bundesrepublik die strukturellen Hintergründe und Ursachen für geschlechtsspezifisch unterschiedliche Kostenverteilungen und korrigiert das Bild, Frauen seien das "teurere" Geschlecht. In einem Vortrag auf der 8. Tagung des Netzwerks Frauen und Gesundheit NRW am 02.06.2005 hat Christina König die wesentlichen Ergebnisse in einem Folienvortrag zusammengefasst.
Seit 13.12.2004 fordert die EU-Richtlinie 2004/113/EG zur Gleichbehandlung von Frauen und Männern in Artikel 5, dass höhere Prämien für Frauen in der privaten Krankenversicherung nur dann zulässig sind, wenn die Versicherer nachweisen können, dass die Frauen tatsächlich höhere Kosten verursachen. Die Kosten für Schwangerschaft und Mutterschaft dürfen dabei nicht mehr zu unterschiedlichen Prämien und Leistungen führen.
Zur Umsetzung dieser Richtlinie in Deutschland hat das BMFSFJ ein Gutachten zur "Differenzierung privater Krankenversicherungstarife nach Geschlecht" beim Zentrum für Sozialpolitik an der Universität Bremen in Auftrag gegeben. Ergebnis der Berechnungen ist, dass es keine sachliche Begründung gibt, für Frauen (deutlich) höhere Prämien anzusetzen als für Männer, wenn Kosten für Schwangerschaft und Mutterschaft nicht berücksichtigt werden. Um ungewünschte Selektionseffekte zu vermeiden, wird vorgeschlagen, durch einen Bundeszuschuss oder einen Risikostrukturausgleich die Kosten für Schwangerschaft und Geburt zu finanzieren. Sie können das Gutachten hier downloaden.

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Geschlechtsbezogene gesundheitspolitische Beschlüsse der GFMK und der GMK 2005

Die 15. Frauen- und GleichstellungsministerInnenkonferenz der Länder (GFMK) hat am 02./03.06.2005 unter Vorsitz von Mecklenburg-Vorpommern getagt. Im Mittelpunkt stand die Reform der sozialen Sicherungssysteme. Um Chancengleichheit zwischen den Geschlechtern herzustellen, fordert die GFMK zum einen, bei der Reform der gesetzlichen Krankenversicherung einen eigenständigen beitragspflichtigen Versicherungsschutz von erwerbsfähigen und nicht-erwerbstätigen EhepartnerInnen einzuführen. Mutterschutz sowie Eltern- und Pflegezeiten sollen weiterhin beitragsfrei bleiben. Desweiteren setzt sie sich für eine geschlechtergerechte Tarifgestaltung in der privaten Krankenversicherung ein und bittet die GFMK im Rahmen einer Machbarkeitsstudie zu prüfen, welche Daten dafür erforderlich und zugänglich sind bzw. erhoben werden können. Mehr zu den Beschlüssen der GFMK unter http://www.gfmk-der-laender.de/unistatisch/10/.
Die 78. Gesundheitsministerkonferenz hat am 30.06./01.07.2005 unter Vorsitz von Bayern in Erlangen getagt. Hier sind u. a. Beschlüsse zum Nichtraucherschutz und gegen Tabakkonsum, zur Kinder- und Jugendgesundheit und zum Schutz Jugendlicher vor Schönheitsoperationen gefasst worden. Geschlechtsspezifische Aspekte werden jedoch nicht ausdrücklich erwähnt. Mehr zur GMK unter http://www.gmkonline.de/.

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März 05 Gesetzesnovellen: Gender Mainstreaming im ÖGDG und im Heilberufegesetz

Der Landtag hat Ende Februar 2005 die Novellierung des Gesetzes über den öffentlichen Gesundheitsdienst beschlossen, das zum 1. März 2005 in Kraft getreten ist. Mit der Novellierung wurde das Prinzip des Gender Mainstreaming als allgemeine Rechtsnorm in § 2 Absatz 2 Satz 1 eingeführt und der öffentliche Gesundheitsdienst verpflichtet, das unterschiedliche gesundheitliche Verhalten und die unterschiedlichen Lebenslagen, die unterschiedlichen Gesundheitsrisiken und Krankheitsverläufe sowie die unterschiedliche Versorgungssituation von Frauen und Männern zu berücksichtigen. Als allgemeine Rechtsnorm entfaltet die Vorschrift Wirkung für alle nachfolgenden Regelungen; direkt Bezug genommen wird darauf noch einmal bei der Gesundheitsberichterstattung: Gesundheitsberichte sollen regelmäßig soziale und geschlechtsspezifische Gegebenheiten einbeziehen. Zur geschlechterparitätischen Besetzung und zur Beteiligung der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten findet das Landesgleichstellungsgesetz Anwendung.
Die Koordinationsstelle hatte in einer Stellungnahme zur Gesetzesnovellierung eine konsequente Anwendung des Gender Mainstreaming-Prinzips gefordert.
Ebenfalls novelliert wurde des Heilberufsgesetz und auch hier findet das Prinzip des Gender Mainstreaming Anwendung. Die Kammern sind nun verpflichtet bei allen Maßnahmen etc. die geschlechtsspezifischen Auswirkungen zu berücksichtigen, eine geschlechtsparitätische Besetzung aller Gremien anzustreben und vor allem bei der Weiterbildung geschlechtsspezifische Unterschiede zu berücksichtigen.

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22.02.2005: Expertinnengespräch "OWL - Region für Frauengesundheit"

Wie können vorhandene Kräfte gemeinsam so gebündelt werden, dass geschlechtsspezifische Angebote in der Gesundheitsversorgung zu einem wesentlichen Qualitäts-und Profilmerkmal für die Region Ostwestfalen-Lippe werden? Um dieser Frage nachzugehen, hatte die Koordinationsstelle Frauen und Gesundheit NRW gemeinsam mit dem Internationalen Zentrum für FrauenGesundheit gGmbH am 22. Februar 2005 zu einem Expertinnengespräch in die Kliniken am Burggraben, Bad Salzuflen eingeladen. Rund 40 Expertinnen aus Gleichstellungsstellen und Frauenorganisationen, aus dem Gesundheitswesen und aus der Wirtschaftsförderung waren der Einladung gefolgt.
Das Ziel der Veranstaltung war, die in OWL zahlreich vorhandenen Projekte, Initiativen und Akteurinnen der Region zum Thema Frauengesundheit zu vernetzen und Ansätze für gemeinsames Handeln zu entwickeln.
Die Dokumentation des Expertinnengesprächs liegt jetzt als CD-Rom vor. Sie enthält u. a. die Ergebnisse der Arbeitsgruppen, Vorträge von Prof. Dr. Doris Bardehle (Frauengesundheit in OWL: Daten und Fakten), Dr. Monika Weber (Die Frauengesundheitslandschaft in OWL: Projekte und Aktivitäten) und Brigitte Meier (OWL profiliert sich als Gesundheitsregion) sowie eine Landkarte und eine Kurzdarstellung der Aktivitäten, Projekte und Organisationen zur Frauengesundheit in OWL.
Die Dokumentation kann bezogen werden über:
Internationales Zentrum für FrauenGesundheit gGmbH, Alte Vlothoer Str. 47-49, 32105 Bad Salzuflen,
Fon 0 52 22-63 62 96, Fax -97, tynior@izfg.de.

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Februar 2005: kfd-Positionspapier "Frauengerechte Gesundheitsversorgung"

Für die konsequente Anwendung der Prinzipien des Gender Mainstreamings im Zuge der Reform des Gesundheitswesens setzt sich die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) in ihrem Positionspapier "Frauengerechte Gesundheitsversorgung" ein. Position bezogen wird u. a. zur Zukunft der Kranken- und Pflegeversicherung, zu Handlungsbedarfen hinsichtlich einer frauengerechten Gesundheitsvorsorge, zur Geschlechtergerechtigkeit in den Gesundheitsberufen und zur Sterbehilfe. Weitere Aussagen beziehen sich auf die Gesundheitsversorgung für Mütter, Migrantinnen, und von Gewalt betroffene Frauen.
Mehr Infos: www.kfd.de.

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Gender Mainstreaming im ÖGDG: Stellungnahme der Koordinationsstelle

Nach fünfjähriger Erprobungsphase und Evaluation wird derzeit das Gesetz über den öffentlichen Gesundheitsdienst in NRW novelliert. Eine der zentralen Neuerungen ist, dass das Prinzip des Gender Mainstreaming als allgemeine Rechtsnorm in § 2 aufgenommen und der öffentliche Gesundheitsdienst im Rahmen aufgefordert wird, im Rahmen seiner Zuständigkeiten "das unterschiedliche gesundheitliche Verhalten und die unterschiedlichen Lebenslagen von Frauen und Männern" zu berücksichtigen. Weitere Änderungen sind eher redaktioneller Art und beziehen sich auf Anpassungen, die durch die Neufassung der ministeriellen Geschäftsbereiche und das neue (Bundes)Infektionsschutzgesetz im ÖGDG notwendig geworden sind. Zur Novellierung des ÖGDG fand am 17.11.2004 eine Anhörung im Ausschuss für Gesundheit, Soziales und Angelegenheiten der Vertriebenen und Flüchtlinge des Landtags NRW. In ihrer Stellungnahme hat die Koordinationsstelle die Einführung des Gender Mainstreaming Prinzips begrüßt und aufgezeigt, wie die Umsetzung dieses Prinzips in der Praxis konkretisiert werden kann.

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Bundeskoordination Frauengesundheit(BKF)–Abschlusstagung 24.01.05: Wege zur Frauengesundheit

Auf ihrer Abschlusstagung fasste die Bundeskoordination Frauengesundheit die Ergebnisse ihrer dreijährigen Arbeit vor und diskutierte weiterführende Perspektiven. Schwerpunktthemen waren "Menopausale Hormontherapie - Zeit zum Umdenken", "Gewalt - eine Herausforderung für das Gesundheitswesen" und "Koronare Herzkrankheit". Zum Thema "Gender Mainstreaming im Gesundheitswesen" präsentierten Dr. Ingeborg Jahn (Bremer Institut für Prävention und Sozialforschung) und Dr. Monika Weber von der Koordinationsstelle Frauen und Gesundheit NRW im Rahmen eines Workshops die bisherigen Schritte und den aktuellen Stand der geschlechterdifferenzierten Gesundheitspolitik in NRW. Mit der Tagung endete die Arbeit der Bundeskoordination Frauengesundheit.
Informationen und Dokumente zur Abschlusstagung finden sich unter: http://www.bkfrauengesundheit.de/cms/0_0_start/detail.php?nr=581&kategorie=0

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Neu: Empfehlungen für NRW "Häusliche Gewalt - die Rolle des Gesundheitswesens"

Das Ministerium für Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie NRW hat gemeinsam mit der Landesgesundheitskonferenz (LGK) Empfehlungen zum Thema "Häusliche Gewalt - die Rolle des Gesundheitswesens" herausgegeben. Das Papier wurde gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Vorbereitenden Ausschusses der LGK und weiteren Expertinnen und Experten erarbeitet. Auch die Koordinationsstelle Frauen und Gesundheit NRW war beteiligt. Es enthält Handlungsansätze für die tägliche Praxis und den Ausbau regionaler Kooperationen.
Die gemeinsamen Empfehlungen sind nun in Form einer 15-seitige Broschüre veröffentlicht und können kostenlos angefordert werden beim Ministerium für Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie NRW, Broschürenstelle, 40190 Düsseldorf
Die Broschüre steht außerdem zum Download unter www.mgsff.nrw.de.

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Arbeitskreise "Frauen und Gesundheit" in NRW: Überblick und landesweites Treffen

Das nächste Treffen der kommunalen Arbeitskreise findet statt am 16.01.2006 in Münster.
Kontakt: Claudia Welp, Frauenbüro Münster, welpc@stadt-muenster.de

In immer mehr Kommunen in NRW schließen sich Fachkräfte zu Arbeitskreisen zusammen, um das Thema "Frauen und Gesundheit" auf kommunaler Ebene zu bewegen. Die Koordinationsstelle Frauen und Gesundheit NRW hat die Leitungen der Arbeitskreise zu einem ersten landesweiten Treffen eingeladen. Seitdem treffen sich die Arbeitskreise regelmäßig.

Hier finden Sie das Protokoll der Veranstaltung   ebenso wie einen Überblick über Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner sowie Materialien, die Sie dort bestellen können.

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