Materialsammlung: Frauen und Medikamente
Frauen erhalten mehr Medikamente als Männer, und sie sind bei weitem häufiger von ihnen abhängig. Die Gefährdung einer Medikamentenabhängigkeit steigt mit dem Alter, und vor allem alte Frauen sind durch die gleichzeitige Einnahme verschiedener Medikamente von unerwünschten Wechselwirkungen mit z.T. schweren gesundheitlichen Folgen betroffen.
In der klinischen Forschung sind Frauen allerdings unterrepräsentiert, obwohl es Hinweise auf geschlechtsspezifische Wirkungen gibt. Diese Tatsache führte 2004 zu einer Veränderung im Arzneimittelgesetz.
In dieser Materialsammlung finden Sie aktuelle Artikel, zentrale Dokumente und Literaturhinweise zu den Unterthemen
Frauen und Medikamentenabhängigkeit Die Berücksichtigung von Frauen in der Pharmaforschung
Medikamenteneinnahme in Altenheimen
Soweit möglich, sind Links zu allen aufgeführten Dokumenten angegeben.
Alle Artikel zum Thema, die in unserer informiert! Nr.8/2004 - 4.Jg. erschienen sind, finden Sie hier als PDF-Dateien.
Die Materialsammlung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wir freuen uns über Hinweise auf ergänzende Materialien.
Die Materialsammlung steht auch als pdf-Dokument zum Download zur Verfügung.
Kontakt: Carola Lehmann, Koordinationsstelle Frauen und Gesundheit NRW/ Köln Fon: 0221 - 801 77 78
koordinationFFGZ@frauengesundheit-nrw.deFrauen und Medikamentenabhängigkeit
Hintergrundartikel
Frauke Schwarting, Landesfachstelle Frauen & Sucht: Medikamentenabhängigkeit bei Frauen (mit Literaturliste) in informiert! Nr.8/2004 - 4.Jg > PDF
Karin Mohn, Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen: Selbsthilfe für Frauen mit Medikamentenproblemen (mit Literaturliste) in informiert! Nr.8/2004 - 4.Jg > PDF
Carola Lehmann, Koordinationsstelle Frauen und Gesundheit NRW: Frauen nehmen mehr Medikamente...
Zwei Drittel der Medikamentenabhängigen sind Frauen in informiert! Nr.8/2004 - 4.Jg > PDF Literatur > PDF
Berichte und Materialien des Landes NRW und des BundesLandtag Nordrhein-Westfalen (Hrsg.) (2004). Zukunft einer frauengerechten Gesundheitsversorgung in NRW. Bericht der Enquetekommission des Landtags Nordrhein-Westfalen. Wiesbaden: VS-Verlag
Kapitel 4.1.2 Frauen und Psychotrope Medikamente, S. 85-90Ministerium für Frauen, Jugend, Familie und Gesundheit NRW (Hrsg.) (2000). Gesundheit von Frauen und Männern. Düsseldorf
Kapitel 3.3. Genuss, Sucht und Geschlecht, S. 123-136 (Psychotrope Medikamente, S.129/130)
www.mgsff.nrw.de/gesundheit/medizin/gesundheitsberichte/gesundheitsbericht_frauen_maenner.pdfMinisterium für Frauen, Jugend, Familie und Gesundheit NRW (Hrsg.) (1999). Landesprogramm gegen Sucht. Teil 1 Illegale Drogen, Alkohol, Medikamente. Düsseldorf
Kapitel V.3 Medikamente (Situation. Handlungsbedarf. Konkrete Maßnahmen für erste Umsetzungsschritte), S.88-95.
www.mgsff.nrw.de/gesundheit/drogen/index.htmDer elektronische Heilberufsausweis und die elektronische Gesundheitskarte sollen ab Mitte 2005 zunächst in der Region Bochum-Essen erprobt werden. Freiwillig können Patientinnen und Patienten auf ihrer Gesundheitskarte u.a. Daten über die von ihnen eingenommenen Medikamente speichern lassen. www.egesundheit.nrw.de
Ministerium für Frauen, Jugend, Familie und Gesundheit NRW (Hrsg.) (2002). Suchtvorbeugung in Nordrhein-Westfalen. Lexikon der Süchte. Duisburg
Kapitel: Aufputschmittel. Schlaf- und Beruhigungsmittel. Schmerzmittel, S.11-15, Medikamentensucht, S. 43ff.
www.mgsff.nrw.de/gesundheit/drogen/index.htmBundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Hrsg.) (2001). Bericht zur gesundheitlichen Situation von Frauen in Deutschland. Stuttgart
Kapitel 4.4. Gebrauch, Missbrauch und Abhängigkeit von psychotropen Medikamenten bei Frauen, S.221-234.
www.bmfsfj.de/Politikbereiche/gleichstellung,did=4122.htmlBundeskoordination Frauengesundheit (Hrsg.) (2003). Frauen Leben Gesundheit. Broschüre
Kapitel: Abhängigkeit von Medikamenten, S. 39-41.
www.bkfrauengesundheit.de
Projektberichte aus Kommunen in NRWStadt Mönchengladbach, Gesundheitsamt (2002). Warum ist Sucht bei Frauen anders als bei Männern?
vergriffen, Präsenzbestand der Koordinationsstelle, KölnStadt Münster, Gesundheitsamt (1999). Gesundheitsberichte Band 9. Frauen und Medikamente - Gebrauch oder Missbrauch?
vergriffen, Präsenzbestand der Koordinationsstelle, Köln
Die Ergebnisse der für diesen Bericht durchgeführten Bevölkerungsbefragung zum Medikamentenkonsum von Frauen in Münster sind in einer Power Point-Präsentation vom Landesinstitut für den Öffentlichen Gesundheitsdienst (lögd) zusammengefasst. Download:
www.loegd.nrw.de/1pdf_dokumente/2_gesundheitspolitik_gesundheitsmanagement/kommunale%20gbe/ruecken.PDFDeutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. & BKK Bundesverband (Hg.), Mohn, Karin (2004). Nicht mehr alles schlucken ! Frauen. Medikamente. Selbsthilfe. Ein Handbuch: Hamm.
www.dhs.deDeutsche Hauptstelle gegen die Suchtgefahren: Frau. Sucht. Gesundheit. Statt Risiken und Abhängigkeit. Wie Frauen ihren Umgang mit Abhängigkeit überprüfen können. Broschüre: Hamm,
o.J. www.dhs.de vergriffen, Präsenzbestand der Koordinationsstelle, KölnStiftung Warentest (Hrsg.) (2002). Handbuch Selbstmedikation. Berlin
http://service.warentest.de/shop/alle/alles/7319.htmlStiftung Warentest (Hrsg.) (2004). Handbuch Medikamente. Berlin
service.warentest.de/shop/alle/alles/handbuchmedikamente.htmlUm den Zugang zu unabhängigen Informationen über die wichtigsten selbst gekauften und die am häufigsten ärztlich verordneten Arzneimittel sowie die dazugehörigen Krankheitsbilder zu erleichtern, wirbt das Bundesgesundheitsministerium für diese beiden umfangreichen Nachschlagewerke der Stiftung Warentest.
Reports von KrankenkassenTechniker Krankenkasse (2004). TK-Gesundheitsreport 3
Der Gesundheitsreport führt die Daten der 2,4 Millionen TK versicherten Erwerbspersonen für das Jahr 2003 zur Arbeitsunfähigkeit mit Arzneimitteldaten zusammen. Beispielhaft ein interessantes Ergebnis: Mehr als jede dritte Frau zwischen 15 und 20 Jahren erhielt Medikamente gegen Verdauungsbeschwerden.
www.tk-online.de/centaurus/generator/tk-online.de/b01__bestellungen__downloads/11__betriebl__gesundheitsmanagement/gesundheitreport__3/gesundheitsreport__3.htmlGmünder Ersatzkasse (2004). GEK-Arzneimittel-Report 2004: Auswertung der Arzneimitteldaten aus den Jahren 2002-2003. Hamm, Schwäbisch Gmünd
Kapitel 2.9. Geschlechtsspezifische Unterschiede in der Arzneimittelversorgung S. 70-76.
http://media.gek.de/downloads/magazine/ArzneimittelReport04-vorlaeufig_GEK.pdf
Publikationen (Auswahl)Brunnett, Regina (2004). Frauen und psychotrope Medikamente - Konsum, Missbrauch und Abhängigkeit. Eine Bibliographie. Herausgegeben von der Landesfachstelle Frauen & Sucht NRW. Essen. Download: www.belladonna-essen.de
Deitermann, Bernhilde und Katrin Jahnsen (2003). Schmerzmittelverbrauch in Deutschland, in: clio. Die Zeitschrift für Frauengesundheit. Nr. 56/ Mai 2003, S. 14-15, Berlin www.ffgz.de
Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (Dez. 2004). Gender Mainstreaming in der Suchtarbeit. Chancen und Notwendigkeiten. Grundsatzpapier der DHS
www.dhs.de Download: www.dhs-intern.de/pdf/gender.pdf
Hierzu die Presseerklärung: "Süchtige Frauen und süchtige Männer sind unterschiedlich! Die DHS unterstützt die Intensivierung frauenspezifischer und männerspezifischer Suchtarbeit."
www.optiserver.de/dhs/presse_67.htmlKrock, Maya (2003). Antidepressiva - Psychopharmaka für alle Lebenslagen?, in: clio. Die Zeitschrift für Frauengesundheit. Nr. 56/ Mai 2003, S.19-23, Berlin www.ffgz.de
Latta, Doris (1999). Beratung und Therapie am Beispiel der Informations- und Beratungsstelle Frauen und Medikamente - "Schwindel-Frei". In: Stadt Münster, Gesundheitsamt (Hrsg.). Frauen und Medikamente - Gebrauch oder Mißbrauch? Münster 1999, S. 79-84.
Nette, Angelika (1989). Konzept und erste Erfahrungen der Informationsstelle Frauen-Alltag-Medikamente. In: Sybille Ellinger-Weber und Margret Kruse (Hrsg.). Psychopharmaka im Alltag, Hamburg 1989, S.180-195.
Rathore, Wang und Krummholz (2002). Sex-based differences in the effect of digoxin fort he treatment of heart failure, Neu England Jounal of Medicine, 2002 Okt 31, 347 (18), 1403-1411.
Vogt, Irmgard (1996). Frauen und psychotrope Substanzen: Konsummuster, Abhängigkeiten und die Suchtkrankenhilfe: In: Zeitschrift für Frauenforschung 3/96, S. 117-128.
Füller, Ingrid (1994): Medikamentenkonsum bei Frauen. In: Jens Burmeister (Hg.). Schlucken und ducken. Medikamentenmissbrauch bei Frauen und Kindern, Geesthacht, S. 7-12. vergriffen
Franke, Alexa, Karin Mohn, Franziska Sitzler u.a. (2001). Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit bei Frauen. Risiken und Widerstandfaktoren, Weinheim: Juventa.
Die Berücksichtigung von Frauen in der Pharmaforschung
Hintergrundartikel
Elisabeth Thesing-Bleck, Apothekerkammer Nordrhein: Geschlechtsspezifische Arzneimittelforschung in informiert! Nr.8/2004 - 4.Jg > PDF
Thorsten Drewes, Landtag NRW: Frauen und Medikamente - Ergebnisse der Enquête-Kommission in informiert! Nr.8/2004 - 4.Jg > PDF
Carola Lehmann, Koordinationsstelle Frauen und Gesundheit NRW: Frauen sind in klinischen Studien unterrepräsentiert ...
Zur Novellierung des Arzneimittelgesetzes in informiert! Nr.8/2004 - 4.Jg > PDF Literatur > PDF
Politische Aktivitäten und Berichte des Landes NRWLandtag Nordrhein-Westfalen (Hrsg.) (2004). Zukunft einer frauengerechten Gesundheitsversorgung in NRW. Bericht der Enquetekommission des Landtags Nordrhein-Westfalen. Wiesbaden: VS-Verlag
Kapitel: 4.1.1 Berücksichtigung von Frauen in der Pharmakologischen Forschung S. 81-85Landtag Nordrhein-Westfalen (Hrsg.) (2002). Geschlechtsspezifische Unterschiede bei Arzneimitteln. Bericht der Expertinnenanhörung der Enquêtekommission mit Prof. Dr. Petra Thürmann
www.landtag.nrw.de/WWW/GB_I/I.1/EK/EKALT/13_EK2/Thema_Medikamente.htmDas 2004 novellierte Arzneimittelgesetz finden Sie zum Download auf den Seiten des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung (BMGS):
www.bmgesundheit.de >Gesetze/Gesundheit/Arzneimittel
Direkter Link:
http://pdf.bmgs.comspace.de/bmgs/temp/download2fgesetze2farzneimittel2fZwf6lftesGesetzArzneimittelgesetz2epdf/index/
Publikation zur Novellierung des ArzneimittelgesetzesVerband Forschender Arzneimittelhersteller (2004). Berücksichtigung von Frauen in der Arzneimittelforschung. Positionspapier des VFA finden sie zum Download unter: www.vfa.de/de/presse/positionen/klifo_frauen.html
Publikationen zu geschlechtsspezifischen Unterschieden bei ArzneimittelnPetra Thürmann (2002). Geschlechtsspezifische Unterschiede bei Arzneimitteln, im Westfälischen Ärzteblatt 10/2002:S.22-24 und 49.
http://www.aekwl.de/waeb_archiv/waeb1002.pdfElisabeth Thesing-Bleck (2003). Warum der kleine Unterschied so wichtig ist, in Pharmazeutische Zeitung, 35/2003.
www.pharmazeutische-zeitung.de/pza/2003-35/titel.htmMedikamenteneinnahme von Frauen in Altenheimen
Hintergrundartikel
Udo Puteanus, Leiter des Dezernats für Grundsatzfragen der Arzneimittelsicherheit und Sozialpharmazie im Landesinstitut für den öffentlichen Gesundheitsdienst (lögd): Arzneimittelversorgung in Altenheimen - eine Untersuchung des lögd, in informiert! Nr.8/2004 - 4.Jg > PDF
Carola Lehmann, Koordinationsstelle Frauen und Gesundheit NRW: Zur Situation alter Frauen, in informiert! Nr.8/2004 - 4.Jg > PDF Literatur > PDF
Politische Aktivitäten und Berichte des Landes NRWLandtag Nordrhein-Westfalen (Hrsg.) (2004): Zukunft einer frauengerechten Gesundheitsversorgung in NRW. Bericht der Enquetekommission des Landtags Nordrhein-Westfalen. Wiesbaden ISBN Nr. 3-531-14414-6
www.landtag.nrw.de/WWW/GB_I/I.1/EK/EKALT/13_EK2/aktuelles.htmProtokoll der Enquetekommission:
- Fachgespräch der Enquetekommission am 05.09.2002, Sitzungsprotokoll. Über-, Unter- und Fehlversorgung bezüglich Medikamenteneinnahme bei Frauen in Altenheimen.
www.landtag.nrw.de/WWW/GB_I/I.1/EK/EKALT/13_EK2/Thema_Medikamente.htm
Publikationen (Auswahl)Krock, Maya (2001). Gebrauch und Abhängigkeit von Psychopharmaka bei älteren Frauen, Vortrag gehalten auf dem 7. Kongress "Armut und Gesundheit" Berlin 2001
www.gesundheitberlin.de/index.php4?request=search&topic=1042&type=infotextWeyerer, Siegfried (2003). Sucht im Alter. Missbrauch und Abhängigkeit von Alkohol und Benzodiazepinen im höheren Alter. In SuchtMagazin Nr. 4, August 2003
Download des Artikels: www.suchtmagazin.ch/text4-03.html#_ednref1Weyerer, Siegfried; Martina Schäufele und Andreas Zimber (1998). Epidemiologie des Psychopharmakagebrauchs im höheren Alter. In: Havemann-Reinecke, Ursula; Heribert Fleischmann; Siegfried Zimmermann (Hg.). Alkohol und Medikamente, Missbrauch und Abhängigkeit im Alter, Freiburg: Lambertus, S.38-49.
Weyerer, Siegfried und Andreas Zimber (1997). Abhängigkeit und Missbrauch von Alkohol und Medikamenten in Alten- und Pflegeheimen. In Hans Watzl und Brigitte Rockstoh (Hrsg.). Anhängigkeit und Missbrauch von Alkohol und Drogen, Göttingen: Hogrefe, S.159-184.
Quinten, Claudia und Ursula Grönke-Jeuck (2002). Die stationäre Behandlung von Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit im höheren Lebensalter - Klinische Erfahrungen und Katamnese. In: Fachverband Sucht e.V. (Hrsg.). Die Zukunft der Suchtbehandlung. Trends und Prognosen, Geesthacht, Neuland, S. 433-443.
Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (2004) (Jahr). Sucht im Alter. Literaturliste (12 Seiten)
www.dhs-intern.de/pdf/sucht_im_alter.pdf