Materialsammlung

 

Soziale Lage, Geschlecht, Gesundheit

 

 

Der Zusammenhang von sozialer Lage und Gesundheit ist seit langem nicht nur ein Interessensgebiet der öffentlichen Gesundheit sondern auch intensiv beforschtes Gebiet der Soziologie. In vielen Studien ist eindeutig belegt, dass Armut krank macht und die Lebenserwartung verkürzt.
Es gibt zahlreiche Veröffentlichungen und Projekte zu diesem Thema. Google meldet zum Suchbegriff „soziale Lage Gesundheit“ 1,7 Mio. Treffer. Relativ neu ist aber die Betrachtung der Geschlechterdimension. Die Veröffentlichungen werden rarer und auch die Treffer bei Google reduzieren sich beim Suchbegriff „Soziale Lage Gesundheit Geschlecht“ auf 364.000.
Die Kategorie Geschlecht gewinnt aber an Bedeutung in der Diskussion um den Zusammen­hang von Sozialer Lage und Gesundheit, da die Unterschiede zwischen Frauen und Männern zum Teil sehr stark ins Gewicht fallen. An anderen Punkten scheint der soziale Gradient von größerer Bedeutung zu sein als die Geschlechtszugehörigkeit.
Die vorliegende Materialsammlung richtet daher – auch um überschaubar zu bleiben – den Fokus mehr auf  Publikationen und Projekte, die Geschlechteraspekte berücksichtigen. Auf ausführlichere Literaturlisten wird an der entsprechenden Stelle verwiesen.

 

 

 

Copyright: Koordinationsstelle Frauen und Gesundheit NRW

Erstellt durch: Gabriele Klärs, Mitarbeiterin der Koordinationsstelle in Köln

Stand: März 2006

 

Die Koordinationsstelle wird aus Mitteln des Landes NRW finanziert. Sie ist eine unab­hängige Einrichtung. Die Sammlung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Expertinnen und Experten sind aufgefordert, uns auf relevante neue Literatur, Links, Akteurinnen und Akteure hinzuweisen.


Inhalt

I. Daten / Berichterstattung 
II. Politische Dokumente und Beschlüsse 
III.  Geschlechterdifferenzierende Veröffentlichungen
IV. Links / Datenbanken
V.  Modellprojekte / Beispiele guter Praxis
VI. Ausgewählte Grundlagenliteratur

I. Daten / Berichterstattung

Weltweit

 

Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) (2005): Weltbevölkerungsbericht 2005. Das Versprechen der Gleichberechtigung

Der Bericht knüpft an den Millenium-Gipfel der Vereinten Nationen des Jahres 2000 und die anschließende Entwicklung von acht Milleniums-Entwicklungszielen an. Das Ziel der Gleichbehandlung der Geschlechter gilt als Schlüssel für das Erreichen der anderen sieben Entwicklungsziele. Wichtige Schwerpunkte bilden die Verbesserung der reproduktiven Gesundheit und die Bekämpfung von Armut. Weitere Kapitel widmen sich den Themen „Gewalt gegen Frauen“ und „Jugendliche, Armut und Gender“.

Herausgeber der deutschen Übersetzung: Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW), http://www.weltbevoelkerung.de/publikationen/weltbevoelkerungsbericht.shtml?navanchor=1010051

Bezugsadresse: DSW, Balance Verlag, Tel. 0711-78292-140,  Stuttgart, ISBN 3-930723-44-1, Preis: 10,90 EUR,
http://www.balanceverlag.de/

 

 

Global Health Watch

At the World Health Assembly in May 2003, the People's Health Movement, together with GEGA and Medact discussed the need for civil society to produce its own alternative World Health Report. It was felt that the WHO reports were inadequate; that there was no report that monitored the performance of global health institutions; and, that the dominant neo-liberal discourse in public health policy also needed to be challenged by a more people-centred approach that highlights social justice. The idea of an alternative World Health Report since developed into an initiative called the 'Global Health Watch' the first of which will be launched on July 20, 2005. Autorin u. a. Lesley Doyal (Universität Bristol, Groß­bri­tan­nien)

Bezugsadresse: Der Bericht steht zum Download unter

http://www.ghwatch.org/2005_report.php zur Verfügung.

 

World Health Organisation (WHO):  Fact Sheet No. 251: Gender, health and poverty

Bezugsadresse: http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs251/en/index.html - wird gerade aktualisiert

 

 

Europa

 

Soziale Ungleichheit und Gesundheit - Politikberatung

(Monitoring and Reporting Socio-economic differences in health indicators in the European Union)
Gemeinsam mit der Erasmus Universität in Rotterdam entwickelte das Landesinstitut für das öffentliche Gesundheitswesen eine Berichtsform, um Verantwortliche in der Gesundheitspolitik über soziale Ungleichheit und Gesundheit zu unterrichten.

(Das Projekt ist abgeschlossen.) Projektbericht zum Download unter http://www.loegd.nrw.de/1pdf_dokumente/1_allgemeine-dienste/wissenschaftliche_reihe/wr16_socio-economic-differences.pdf

 

 

BRD

 

Bundesministerium für Gesundheit und soziale Sicherung (2005): Lebenslagen in Deutsch­land - Der 2. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung.

Der Bericht liegt als Kurz- und Langfassung vor.

Kurzfassung

Die kostenlose Kurzfassung ist die Einleitung des Gesamtberichtes incl. des Glossars aus dem Anhang. In der Kurzfassung werden die einzelnen Kapitel zusammengefasst, so dass man schnell einen Überblick über den gesamten Bericht erhält.

Bezugsadresse Kurzfassung:

http://www.bmas.bund.de/BMAS/Redaktion/Pdf/Publikationen/Armuts-und-Reichtumsbericht/armuts-und-reichtumsbericht-der-bundesregierung,property=pdf,bereich=bmas,sprache=de,rwb=true.pdf

Bezug Langfassung:

Zum Download ist der Bericht auf der Homepage des BMGS eingestellt unter:

http://www.bmg.bund.de/cln_040/nn_600110/SharedDocs/Publikationen/Berichte/a-332-10245,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/a-332-10245.pdf

Die Langfassung als kostenpflichtige Druckversion (19,90 €) kann nicht über das BMGS sondern nur über den Bundesanzeiger kostenpflichtig bestellt werden. Bestellung unter der Faxnummer 0221-976 68 344 oder per E-Mail an parlament@bundesanzeiger.de

 

Robert Koch-Institut (Hrsg.) (2005): Armut, soziale Ungleichheit und Gesundheit. Exper­tise des Robert-Koch-Instituts zum 2. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesre­gie­rung. Berlin
> Das Forschungsprojekt zeigt gesundheitsbezogene Problemlagen und Verteilungsungleich­heiten auf und weist auf Entwicklungstrends in Deutschland hin. Dazu werden umfangreiche Auswertungen auf Basis zugänglicher Datengrundlagen, u. a. der Gesundheitssurveys des Robert Koch Instituts, des Sozio-ökonomischen Panels und des Mikrozensus durchgeführt. Die Studie liefert aktuelle Informationen zu relevanten Themenfeldern der Sozial- und Gesundheitspolitik, wie z.B. gesundheitliche Auswirkungen von Einkommensungleichheit, Fol­gen der Arbeitslosigkeit für die Gesundheit, sozial ungleiche Gesundheitschancen von Kindern und Jugendlichen sowie Migration und Gesundheit. Die Daten wurden geschlechterdifferenziert erhoben und dargestellt.

Bezugsadresse: Robert Koch-Institut, Nordufer 20, 13353 Berlin, Tel. 01888.754-3400, * gbe@rki.de
Link: http://www.rki.de/cln_011/nn_527010/DE/Content/GBE/Auswertungsergebnisse/Lebensbedingungen/sozialeschicht/soziale__schicht__inhalt.html__nnn=true

 
Themenheft 13 „Arbeitslosigkeit und Gesundheit"

Arbeitslose Männer und Frauen haben einen ungünstigeren Gesundheitszustand und leben weniger gesundheitsbewusst als berufstätige Männer und Frauen. Während 49 % der im Bundes-Gesundheitssurvey 1998 befragten arbeitslosen Männer rauchen, sind es unter den berufstätigen männlichen Befragten 34 %. Die Unterschiede bei den Frauen sind mit 31 % Raucherinnen unter den arbeitslosen Frauen und 28 % Raucherinnen unter den berufstätigen Frauen.

Bezug: RKI (s.o.), Download unter www.rki.de

 

Themenheft 4 „Armut bei Kindern und Jugendlichen"

Kinder und Jugendliche stellen in Deutschland mittlerweile diejenige Altersgruppe dar, die am häufigsten von Armut bedroht ist. Eine Armutslage in der Kindheit bedeutet einen schlechten Start ins Leben und hat oftmals nachhaltige Auswirkungen auf die soziale und gesundheitliche Entwicklung der Heranwachsenden. Das Themenheft verdeutlicht dies an­hand von Daten des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, der Krankenkassen sowie verschiedener epidemiologischer Studien und Gesundheitssurveys (überarbeitete Auflage 2005).

Bezug: RKI (s.o.), Download unter www.rki.de

 

Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen

Gutachten 2005: Koordination und Qualität im Gesundheitswesen

Kapitel: Sozioökonomischer Status und Verteilung von Mortalität, Morbidität und Risikofaktoren

Langfassung (762 Seiten) unter: http://www.svr-gesundheit.de/Gutachten/Gutacht05/Langfassung2.pdf

Kurzfassung (92 Seiten) unter: http://www.svr-gesundheit.de/Gutachten/Gutacht05/Kurzfassung.pdf

 

BKK Bundesverband (Hrsg.) (2004): Gesundheit und sozialer Wandel. BKK Gesundheitsreport 2004. Essen

Die BKK veröffentlicht seit Jahren ihre branchenbezogenen Krankheitsartenstatistik. Der vorliegende Band dokumentiert die Entwicklung der Arbeitsunfähigkeit und der Krankenhausbehandlungen in der langjährigen Perspektive und analyisert Veränderungen von Krankheitsschwerpunkten und Inanspruchnahmen. Die Ergebnisse der Arbeitsunfähigkeit werden nicht nur geschlechterdifferenziert sondern nach soziodemografischen Merkmalen dargestellt.

Bezugsadresse:

BKK Bundesverband, Kronprinzenstr. 6, 45128 Essen, Tel.: 0201-179-1277, * gesundheitsstatistik@bkk-bv.de

 

 

NRW

 

Ministerium für Frauen, Jugend, Familie und Gesundheit des Landes Nordrhein-West­falen (2000): Gesundheit von Frauen und Männern. Landesgesundheitsbericht 2000. lögd, Bielefeld

Der Gesundheitsbericht enthält ein Kapitel über Soziale Lage und Gesundheit und Armutsstrukturen in NRW und untersucht unter „Spezielle Zielgruppen“ die sozioökonomische und gesundheitliche Lage benachteiligter Frauengruppen (insb. alleinerziehender Frauen) und alleinstehender Wohnungsloser.

Bezug: nur noch als Download erhältlich unter: http://www.mags.nrw.de/pdf/gesundheit/gesundheitsbericht_frauen_maenner.pdf

 

 

   

SEITENBEGINN

II.   Politische Dokumente, Relevante Beschlüsse

 

Bund

 

Forschungsprojekte Lebenslagen

Mit Beschluss vom 27. Januar 2000 hat der Deutsche Bundestag die Bundesregierung beauftragt, regelmäßig einen Armuts- und Reichtumsbericht zu erstatten. Am 25. April 2001 hat die Bundesregierung den ersten Armuts- und Reichtumsbericht vorgelegt. Der Bericht und die zeitgleiche Vorlage des "Nationalen Aktionsplanes zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung" (NAP'incl) markieren den Beginn einer kontinuierlichen Berichter­stattung über Fragen der sozialen Integration und der Wohlstandsverteilung in Deutschland. Am 19. Oktober 2001 hat der Deutsche Bundestag die Verstetigung der Armuts- und Reichtumsberichterstattung beschlossen und die Bundesregierung beauftragt, jeweils zur Mitte einer Wahlperiode einen entsprechenden Bericht vorzulegen. In der Koalitionsverein­barung vom Oktober 2002 hat die Bundesregierung nochmals den Stellenwert der Armuts- und Reichtumsberichterstattung als Grundlage einer Politik zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung festgehalten.

Eine zentrale Aufgabe der Armuts- und Reichtumsberichterstattung ist es, auf der Basis wissenschaftlich fundierter Erkenntnisse Armuts- und Reichtumslagen in Deutschland dar­zustellen und zu analysieren. Hierbei kommt der wissenschaftlichen Forschung zu Fragen der Unterversorgung und der sozialen Ausgrenzung, zu Reichtumsaspekten und zu Ungleich­heitstendenzen der Wohlstandsverteilung sowie zu den Möglichkeiten gesellschaftlicher Teil­habe besondere Bedeutung zu. Parallel dazu sollen im Fortgang der Berichterstattung der aktuelle Stand der wissenschaftlichen Diskussion reflektiert und die theoretischen Grundlagen der Armuts- und Reichtumsforschung vertieft werden, Erkenntnisdefizite abgebaut und die Daten­lage für die Berichterstattung verbessert werden.

Um die vorliegenden Forschungsergebnisse einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen und damit der wissenschaftlichen Diskussion zu Armuts- und Reichtumsfragen Impulse zu geben, veröffentlicht das Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung die Forschungsprojekte in dieser Reihe.

BMGS

www.bmgs.bund.de

 

Bundesärztekammer (2005): Armut und Arbeitslosigkeit machen krank. Beschluss­protokoll des 108. Deutschen Ärztetages vom 3.-6. Mai 2005 in Berlin

Der Beschluss beschreibt das Problem und macht 10 Vorschläge zur Verbesserung der Versorgungssituation Erwerbsloser.

http://www.bundesaerztekammer.de/30/Aerztetag/108_DAET/03Beschluss/Top04/01.html

 

 

 

NRW

 

Ministerium für Frauen, Jugend, Familie und Gesundheit des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.) (2001): Soziale Lage und Gesundheit. Entschließung der 10. Landesgesundheitskonferenz am 31.8.2001. Düsseldorf.

Bezugsadresse: Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW, Fürstenwall 25, 40219 Düsseldorf, Tel.: 0211 855-5, Fax: 0211 855-3211

Zum Download unter:

http://www.mags.nrw.de/pdf/gesundheit/landesgesundheitskonferenz31.8.2001.pdf

> Enthält Daten und Fakten sowohl zu schichten- als auch zu geschlechtsspezifischen Aspekten von Gesundheit und Krankheit und spricht Empfehlungen für notwendige Schritte aus.

  

 

 

SEITENBEGINN

III.  Geschlechterdifferenzierte Bearbeitung

 

Arbeitskreis Frauen und Gesundheit im Norddeutschen Forschungsverbund Public Health (Hrsg.) (1998): Frauen und Gesundheit(en) in Wissenschaft, Praxis und Politik. Verlag Hans Huber, Bern

Bearbeitet verschiedene Themenfelder der Theorie und Praxis der Frauengesundheit und enthält einen Beitrag von Birgit Babitsch: Soziale Ungleichheit und Gesundheit – eine geschlechtsspezifische Betrachtung

 

Babitsch, Birgit (2000): Soziale Lage, Frauen und Gesundheit. In: Helmert, U. / Bam­mann, K. / Voges, W. / Müller, R. (Hrsg): Müssen Arme früher sterben? Soziale Ungleichheit und Ge­­sundheit in Deutschland. Juventa Verlag Weinheim und München. S. 135-158

 

Babitsch, Birgit (2005): Soziale Ungleichheit, Geschlecht und Gesundheit. Verlag Hans Huber, Bern

> Der Zusammenhang zwischen sozialer Ungleichheit und Gesundheit ist in zahlreichen Studien belegt, aber welche Rolle kommt dabei der Geschlechtszugehörigkeit zu? Babitsch arbeitet des Forschungsstand unter Geschlechterperspektive auf. Außerdem analysiert sie Modelle, die die Grundlage für empirische Analysen bilden,  und entwickelt diese gendersensibel weiter.

 

Babitsch, Birgit (2000): Soziale Lage, Frauen und Gesundheit. In: Helmert, Uwe; Bammann, Karin et. Al (Hrsg.) (2000): Müssen Arme früher sterben? Soziale Ungleichheit und Gesundheit in Deutschland. Juventa Verlag, Weinheim und München, S. 135-158

 

Brendler, Claudia; Geene, Raimund (Hrsg.) (Gesundheit Berlin e.V.) (2003): Armut und Gesundheit. Themenheft 2. Menschen in schwierigen Lebenslagen: Armut bei älteren Menschen, Frauen und Kindern. Gesundheit Berlin e.V., Berlin

Bezugsadresse: Gesundheit Berlin e. V., Matenzeile 26, 13053 Berlin

Enthält neben Berichten von Praxisprojekten verschiedene Beiträge zur gesundheitlichen Lage alleinerziehender Mütter, gewal­­t­betroffener Frauen, Migrantinnen und alter Frauen.

 

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (2001): Bericht zur gesundheitlichen Situation von Frauen in Deutschland.  Schriftenreihe des BMFSFJ; Bd. 209. Kohlhammer, Stuttgart

Enthält sozioökonomische Daten, geht dem Zusammenhang von Erwerbsarbeit und Erwerbslosigkeit und Gesundheit nach und untersucht Frauen in besonderen sozialen und gesundheitlichen Lebenslagen.

Der Bericht steht zum Download zur Verfügung unter: http://www.bmfsfj.de/Politikbereiche/gleichstellung,did=4122.html

 

 

Franke, Martin; Geene, Raimund; Luber, Eva (Gesundheit Berlin e.V.) (Hrsg.) (1999): Armut und Gesundheit. Materialien zur Gesundheitsförderung, Bd. 1. Gesundheit Berlin e.V., Berlin

Zusammenfassung des Kongresses Armut und Gesundheit 1998 in Berlin. Die Dokumentation enthält ein Kapitel: Armut und Gesundheit bei Frauen und bearbeitet darin u. a. die Themen Alleinerziehende, Migration, Gewalt gegen Frauen, Medikamente und Sucht.

Bezugsadresse: Gesundheit Berlin e. V., Matenzeile 26, 13053 Berlin

http://www.gesundheitberlin.de/index.php4?request=themen&topic=449&type=infotext

Kosten: 7,70 Euro

 

Geene, Raimund; Gold, Carola; Hans, Christian (Gesundheit Berlin e.V.) (Hrsg.) (2001): Armut macht krank! Materialien zur Gesundheitsförderung, Bd.5, Teil 2

Enthält neben grundsätzlichen Betrachtungen Berichte konkreter Projekte wie z. B. das Kooperationsprojekt des Frauengesundheitszentrums Frankfurt „Gesundheitsförderung für sozial benachteiligte Frauen“

Bezugsadresse: Gesundheit Berlin e. V., Matenzeile 26, 13053 Berlin

http://www.gesundheitberlin.de/index.php4?request=themen&topic=449&type=infotext

Kosten: 7,70 Euro

 

Helmert, Uwe (2000): Der Einfluss von Beruf und Familienstand auf die Früh­sterb­lich­keit von männlichen Krankenversicherten. Eine Längsschnittanalyse von Routinedaten der Gmünder Ersatzkasse von 1989 bis 1997 In: Helmert, Uwe; Bammann, Karin et. Al (Hrsg.) (2000): Müssen Arme früher sterben? Soziale Ungleichheit und Gesundheit in Deutschland. Juventa Verlag, Weinheim und München, S. 243-268

 

Koordinationsstelle Frauen und Gesundheit NRW (Hrsg.) (2005): Soziale Lage, Geschlecht und Gesundheit. Informiert! Nr. 10, Jg. 5

 

Koppelin, Frauke (2000): Soziale Ungleichheit, soziale Unterstützung und die Bewäl­ti­gung chronischen Pflege-Stresses von Frauen in der häuslichen Pflege. In: Helmert, Uwe; Bammann, Karin et. Al (Hrsg.) (2000): Müssen Arme früher sterben? Soziale Ungleichheit und Gesundheit in Deutschland. Juventa Verlag, Weinheim und München, S.201-222

 

Landesarbeitsgemeinschaft Mädchenarbeit in NRW e. V. (Hrsg.) (2006): Sterntaler – Mädchen, Armut und Geld. Betrifft Mädchen, 19. Jg., H. 1, Januar 2006. Juventa Verlag, Weinheim

Das Heft geht in verschiedenen Beiträgen der Frage nach wie Armut und Reichtum sich zwischen den Geschlechtern verteilt und ob Mädchen und Jungen Armut geschlechtsspezifisch bewältigen. Der Bezug zu Gesundheit wird nicht direkt hergestellt.

 

Marstedt, Gerd; Müller, Rainer (2000): Soziale Ungleichheit im Jugendalter. Geschlecht und Bildungsniveau als Einflussdimension für Gesundheit und kulturelle Normen des Gesundheitsverhaltens. In: Helmert, Uwe; Bammann, Karin et. Al (Hrsg.) (2000): Müssen Arme früher sterben? Soziale Ungleichheit und Gesundheit in Deutschland. Juventa Verlag, Weinheim und München, S.187-200

 

Mielck, Andreas (2002): Soziale Ungleichheit und Gesundheit. In: Hurrelmann, K./Kolip, P. (2002): Geschlecht, Gesundheit und Krankheit. Männer und Frauen im Vergleich. Verlag Hans Huber. S. 387-402

 

Profamilia - Deutsche Gesellschaft für Familienplanung, Sexualpädagogik und Sexualberatung e.V. Bundesverband (Hrsg.) (2005): Armut. Pro familia Magazin 01/2005.

Bezugsadresse: pro familia-Bundesverband, Stresemannallee 3, D-60596 Frankfurt, * magazin@profamilia.de

Artikelübersicht unter: http://www.profamilia.de/article/show/9329.html

 

 

SEITENBEGINN

IV.  Links / Datenbanken

World Health Organisation (WHO), Department of Gender, Women and Health (GWH)

http://www.who.int/gender/en/

Regionalbüro Europa

http://www.euro.who.int/gender

Dokumente und Instrumente

 

European Anti Poverty Network - Europäisches Anti-Armuts-Netzwerk
http://www.eapn.org
Das Europäische Anti-Armuts-Netzwerk wird von der Europäischen Kommission unterstützt. (wahlweise in englischer oder französischer Sprache)

 

Nationale Armutskonferenz (NAK)

http://www.nationale-armutskonferenz.de
Die Nationale Armutskonferenz (nak), ein Zusammenschluss der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege, bundesweit tätiger Fachverbände und Selbsthilfeorganisationen und des Deutschen Gewerkschaftsbundes, will dazu beitragen, das Armutsproblem zu überwinden bzw. die Selbsthilfeansätze der von Armut betroffenen Menschen zu unterstützen.

 

Kongress „Armut und Gesundheit“
http://www.armut-und-gesundheit.de

Gesundheit Berlin e.V., Landesarbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung
Der Kongress „Armut und Gesundheit“ findet jedes Jahr im Dezember in Berlin statt und führt unter wechselnden Themenschwerpunkten Experten aus der Wissenschaft und Praxis zusammen. Gesundheitsförderung und die Verringerung der ungleichen Gesundheitschancen sozial Benachteiligter stehen dabei im Mittelpunkt.

http://www.gesundheitberlin.de

 

Datenbank der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung „Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten“

> Die Gesundheit von Menschen in schwierigen sozialen Lebenslagen zu stärken - das ist Anliegen und Thema dieser Plattform. Neben einer umfangreichen Projekt-Datenbank und Informationen zum jährlich stattfindenden Kongress „Armut und Gesundheit" finden Sie hier Termine, Materialien und Forschungsergebnisse rund um Gesundheitsförderung für sozial Benachteiligte.

http://www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/?uid=72c78a28627ec3f11550528255a5aac4

 

Datenbank Gesundheitsprojekte

Kurzüberblick über die wichtigsten Funktionen der bundesweiten Projekt-Datenbank mit Gesundheitsprojekten, die sich an sozial benachteiligte Zielgruppen wenden.

Unter: http://www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/?uid=7ff0b86aa2f4d4317c2a608cea4a8c4a&id=main2

 

Institut für Prävention und Gesundheitsförderung an der Universität Duisburg-Essen

Das Institut für Prävention und Gesundheitsförderung an der Universität Duisburg-Essen wurde als Gemeinschaftsinitiative des Bundesverbandes der Betriebskrankenkassen und der Universität Duisburg-Essen 2003 gegründet. Das Institut sieht seine wichtigste Aufgabe im Auf- und Ausbau der Prävention als vierte Säule des Gesundheitswesens und die Verbreitung der Prävention und der Gesundheitsförderung in allen Lebens- und Arbeitsbereichen.

Hierzu engagiert es sich insbesondere in der Erforschung arbeitsbedingter Erkrankungen und ihrer gesundheitsökonomischen Bewertung, der Erforschung arbeitsbedingter Frühinvalidi­tät, der Evaluation von individuellen Bonus Modellen in der GKV und bei präventiven Ange­bo­ten für Menschen mit niedrigem Sozialstatus und schwieriger Lebenssituation.

http://www.ipg-uni-essen.de

 

 

 

 

 

SEITENBEGINN

 

V.   Modellrojekte / Beispiele guter Praxis

   

Europa

 

European Health Inequalities Portal!  Closing the gap.

This portal is a unique space in which you can find recent examples of interventions and policies designed to reduce health inequalities in the countries of the European Union.

The portal is a host to:

Database of Good Practice to Reduce Health Inequalities,

Country Profiles listing the main policies, actors and tools developed to deal with health inequalities on a national level,

EU Policy Section containing Case Studies that show how EU Policies and Programmes can affect health inequalities at the national level, and

Relevant links related to the issue of health inequalities.

The Health Inequalities Portal is the tool to use when planning local projects, understanding the policy context of these interventions and/or conducting exploratory research in the field of health inequalities.

All the material and information presented on this site are a result of the “Closing the Gap: Strategies for Action to Tackle Health Inequalities (2004-2007)” project developed by the Consortium of Partners for Equity in Health and co-funded by the European Commission.

(This project has received funding from the European Commission DG SANCO. The Commission takes no responsibility for text or information presented on this website.)

Die BZgA koordiniert als deutsche Partnerin dieses EU-Projekt. Ziel ist, effektive Strategien zur Reduzierung gesundheitlicher Ungleichheiten zu entwickeln und eine europäische Daten­bank mit fundierten Informationen und vorbildlichen Projekten zu erstellen. Nationale Gesundheitsförderungsinstitutionen laus 22 europäischen Ländern arbeiten hier zusammen. Kernstück ist die Online-Datenbank „Closing the gap“. Sie informiert über gelungene Projekte, zeigt den Wissens- und Aktionsstand in Europa und Strategien zum Abbau gesundheitlicher Ungleichheiten auf europäischer Ebene.

www.health-inequalities.org

 

 

 

Bundesweit

 Bundesweite Kooperation zur Gesundheitsförderung sozial Benachteiligter: Aufbau eines bundesweiten Netzwerkes Regionaler Knoten Am 12. November 2003 wurde eine Kooperationserklärung „Nationale Kooperation für Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten“ von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), der Bundesvereinigung für Gesundheit e.V. (BfGe) und den Landes­ver­einigun­gen, Landeszentralen und Landesarbeitsgemeinschaften für Gesundheitsförderung (LGs) sowie Einrichtungen mit entsprechender Aufgabenstellung auf Ebene der Bundesländer geschlossen. Ziel der Kooperation ist, einen Beitrag zur Verminderung sozial bedingter Un­gleichheit von Gesundheitschancen zu leisten. Dies soll durch eine intensivere Zusam­menarbeit zwischen Bundes- und Landesebene sowie einem verbesserten Informations-Transfer zwischen den gesundheitsfördernden Angeboten erreicht werden. Dazu werden in den Bundesländern regionale Knotenpunkte eingerichtet.
Die Kooperationserklärung steht zum Download unter:
http://www.slfg.de/files/Kooperationserklaerung.pdf

 

BKK Initiative „Mehr Gesundheit für alle“

Pressemitteilung dazu unter: http://www.bkk.de/bkk/pressemitteilungen/powerslave,id,113,nodeid,15.html

www.mehr-gesundheit-fuer-alle.de

 

Gesundheit Berlin e.V., BKK Bundesverband (Hrsg.) (2005): Strategien und Erfah­rungen. Mehr Gesundheit für alle. Die BKK-Initiative als ein Modell für sozial­la­gen­bezogene Gesundheitsförderung. Gesundheitsförderung und Selbsthilfe, Band Nr. 14. Wirt­schafts­verlag NW, Bremerhaven

Die Veröffentlichung stellt verschiedene Ansätze und Strategien zur Gesundheitsförderung so­zial Benachteiligter anhand konkreter Projekterfahrungen aus der Initiative „Mehr Gesund­heit für alle“ dar, die sich als umsetzbar und wirksam erwiesen haben.

 

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) (Hrsg.) (2003): Gesund­heits­för­derung für sozial Benachteiligte. Aufbau einer Internetplattform zur Stärkung der Ver­net­zung der Akteure. Forschung und Praxis der Gesundheitsförderung, Band 22. Köln

Hintergrund und Projektbericht von www.datenbank-gesundheitsprojekte.de

Bezug: BzgA, 51109 Köln, www.bzga.de, Bestellnummer: 60 622 000

 

Bund-Länder-Programm „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – die soziale Stadt“

Das 1999 gestartete Programm will die physischen Wohn- und Lebensbedingungen sowie die wirtschaftliche Basis in den Stadtteilen stabilisieren und verbessern und die Lebenschancen durch Vermittlung von Fähigkeiten, Fertigkeiten und Wissen erhöhen. Eines von zwölf Handlungsfeldern ist Gesundheitsförderung. Auf der Homepage finden sich unter:

 http://www.sozialestadt.de/programm/handlungsfelder/gesundheitsfoerderung.phtml

Projekte aus der Praxisdatenbank dieses Handlungsfeldes und eine Literaturdatenbank.

 

 

 

NRW

 

 Regionaler Knoten Nordrhein-Westfalen am Institut für Prävention und Gesundheits­förderung der Universität Duisburg-Essen

Die Regionalen Knoten sollen dezentral Strukturen zur Gesundheitsförderung sozial Benach­teiligter aufbauen. Angebote: datenbasierte Auswertung sozial benachteiligter Ziel­grup­pen, Unterstützung bei fachlich-inhaltlichen Fragen, Informationstransfer und Vernetzung von Akteuren, Vorträge, Fachtagungen, Öffentlichkeitsarbeit, Auswahl von Good Practice Pro­jek­ten.

Kontakt: Monique Wewel (Koordinatorin), Max-Fiedler-Straße 6, 45128 Essen, Telefon (0201) 5 65 96 24, Mail wewel@ipg-uni-essen.de

 

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) (2005): Kriterien guter Praxis in der Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten. Ansatz – Beispiele – weiterführende Informationen. Gesundheitsförderung konkret, Bd. 5

> Der beratende Arbeitskreis des Kooperationsverbundes „Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten“ hat Kriterien zur Identifizierung guter Praxis in der Gesundheitsförderung für und mit sozial benachteiligten Zielgruppen entwickelt. Im folgenden werden dann 13 Beispielprojekte vorgestellt, die von den regionalen Knoten auf Länderebene ausgewählt wurden.

 

Ärztekammer Nordrhein, AOK Rheinland: Projekt „Gesund macht Schule”

Projektbeispiele z.B., Gesunde Ernährung in Neuss, Zirkusprojekt in Aachen etc.

Arbeitsmappen für LehrerInnen zum verschiedenen Themen z. B.  Körper, Gesundheit, Ernährung, Sexualerziehung etc., für Ärzteschaft zur Elternarbeit

www.gesund-macht-schule.de

Bezugsadresse: Ärztekammer Nordrhein, Kooperationsstelle für Ärzte und Lehrer, Tersteegenstr. 9, 40474 Düsseldorf

 

 

 

SEITENBEGINN

VI. Literatur

 

Ausführliche und umfangreiche Literaturlisten finden Sie u.a. unter www.gesundheitberlin.de und im Gutachten des Sachverständigenrates von 2005 „Koordination und Qualität im Gesund­heitswesen“

 

Geene, Raimund; Philippi, T. (Hrsg.) (2004): Mehr Gesundheit für alle. Die BKK-Initiative als ein Modell für soziallagenbezogene Gesundheitsförderung. Reihe Gesund­heitsförderung und Selbsthilfe Bd. 6. Wirtschaftsverlag, Bremerhaven

 

Geene, Raimund; Steinkühler, Judith (Hrsg.) (2005): Strategien und Erfahrungen - Mehr Gesundheit für alle - Die BKK-Initiative als ein Modell für soziallagenbezogene Gesundheitsförderung. Reihe Gesundheitsförderung und Selbsthilfe, Bd. 14. Wirtschaftsverlag, Bremerhaven

>     berichtet über den Kooperationsverbund „Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten“ und stellt den Modellcharakter der Initiative heraus

>     die Erfahrungen im Rahmen dieser modellhaften Initiative begonnenen Projekte werden ausgewertet und Perspektiven für ihre zukünftige Rolle im Prozess der Gesundheitsförderung abgeleitet.

>     Weitere Beiträge diskutieren Strategien zur Erreichung der Zielgruppen und sind eine Zusammenfassung der Arbeitsergebnisse von Arbeitsgruppen, die auf der 2. Tagung der BKK-Initiative im Dez. 2004 getagt haben.

>     enthält eine kritische Bilanz der Diskussion um das Präventionsgesetz

 

Kastner, Michael; Hagemann, Tim; Kliesch, Gesa (Hrsg.) (2005): Arbeitslosigkeit und Gesundheit. Arbeitsmarktintegrative Gesundheitsförderung. Pabst Science Publishers, Groß Umstadt

Enthält ein Kapitel zu Gender Mainstreaming und zu Männergesundheit in der Erwerbslosigkeit    

 

SEITENBEGINNHOME