Soziale
Lage, Geschlecht, Gesundheit
Der
Zusammenhang von sozialer Lage und Gesundheit ist seit langem nicht nur ein
Interessensgebiet der öffentlichen Gesundheit sondern auch intensiv
beforschtes Gebiet der Soziologie. In vielen Studien ist eindeutig belegt,
dass Armut krank macht und die Lebenserwartung verkürzt.
Es gibt zahlreiche
Veröffentlichungen und Projekte zu diesem Thema. Google meldet zum Suchbegriff
„soziale Lage Gesundheit“ 1,7 Mio. Treffer. Relativ neu ist aber die
Betrachtung der Geschlechterdimension. Die Veröffentlichungen werden rarer und
auch die Treffer bei Google reduzieren sich beim Suchbegriff „Soziale Lage
Gesundheit Geschlecht“ auf 364.000.
Die Kategorie Geschlecht
gewinnt aber an Bedeutung in der Diskussion um den Zusammenhang von Sozialer
Lage und Gesundheit, da die Unterschiede zwischen Frauen und Männern zum Teil
sehr stark ins Gewicht fallen. An anderen Punkten scheint der soziale Gradient
von größerer Bedeutung zu sein als die Geschlechtszugehörigkeit.
Die vorliegende
Materialsammlung richtet daher – auch um überschaubar zu bleiben – den Fokus
mehr auf Publikationen und Projekte, die
Geschlechteraspekte berücksichtigen. Auf ausführlichere Literaturlisten wird
an der entsprechenden Stelle verwiesen.
Copyright: Koordinationsstelle Frauen und Gesundheit NRW
Erstellt
durch: Gabriele Klärs, Mitarbeiterin
der Koordinationsstelle in Köln
Stand:
März 2006
Die Koordinationsstelle wird aus Mitteln des Landes NRW finanziert. Sie
ist eine unabhängige Einrichtung. Die Sammlung erhebt keinen Anspruch auf
Vollständigkeit. Expertinnen und Experten sind aufgefordert, uns auf relevante
neue Literatur, Links, Akteurinnen und Akteure hinzuweisen.
Bevölkerungsfonds
der Vereinten Nationen (UNFPA) (2005): Weltbevölkerungsbericht
2005. Das Versprechen der Gleichberechtigung
Der
Bericht knüpft an den Millenium-Gipfel der Vereinten Nationen des Jahres 2000
und die anschließende Entwicklung von acht Milleniums-Entwicklungszielen an.
Das Ziel der Gleichbehandlung der Geschlechter gilt als Schlüssel für das
Erreichen der anderen sieben Entwicklungsziele. Wichtige Schwerpunkte bilden
die Verbesserung der reproduktiven Gesundheit und die Bekämpfung von Armut.
Weitere Kapitel widmen sich den Themen „Gewalt gegen Frauen“ und „Jugendliche,
Armut und Gender“.
Herausgeber
der deutschen Übersetzung: Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW),
http://www.weltbevoelkerung.de/publikationen/weltbevoelkerungsbericht.shtml?navanchor=1010051
Bezugsadresse:
DSW, Balance Verlag, Tel. 0711-78292-140, Stuttgart, ISBN 3-930723-44-1, Preis: 10,90
EUR,
http://www.balanceverlag.de/
Global Health Watch
At the World Health Assembly in May 2003, the People's
Health Movement, together with GEGA and Medact discussed the need for civil
society to produce its own alternative World Health Report. It was felt that
the WHO reports were inadequate; that there was no report that monitored the
performance of global health institutions; and, that the dominant neo-liberal
discourse in public health policy also needed to be challenged by a more
people-centred approach that highlights social justice. The idea of an
alternative World Health Report since developed into an initiative called the
'Global Health Watch' the first of which will be launched on July 20, 2005. Autorin
u. a. Lesley Doyal (Universität Bristol, Großbritannien)
Bezugsadresse:
Der Bericht steht zum Download unter
http://www.ghwatch.org/2005_report.php
zur Verfügung.
World Health Organisation (WHO): Fact Sheet No. 251: Gender, health and
poverty
Bezugsadresse: http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs251/en/index.html
- wird gerade aktualisiert
Soziale Ungleichheit und Gesundheit
- Politikberatung
(Monitoring
and Reporting Socio-economic differences in health indicators in the European
Union)
Gemeinsam mit der Erasmus Universität in Rotterdam entwickelte das
Landesinstitut für das öffentliche Gesundheitswesen eine Berichtsform, um
Verantwortliche in der Gesundheitspolitik über soziale Ungleichheit und
Gesundheit zu unterrichten.
(Das Projekt ist
abgeschlossen.) Projektbericht zum Download unter http://www.loegd.nrw.de/1pdf_dokumente/1_allgemeine-dienste/wissenschaftliche_reihe/wr16_socio-economic-differences.pdf
Bundesministerium für Gesundheit und soziale Sicherung (2005): Lebenslagen in Deutschland - Der 2. Armuts-
und Reichtumsbericht der Bundesregierung.
Der Bericht liegt als Kurz- und Langfassung vor.
Kurzfassung
Die kostenlose Kurzfassung ist die Einleitung des Gesamtberichtes incl.
des Glossars aus dem Anhang. In der Kurzfassung werden die einzelnen Kapitel
zusammengefasst, so dass man schnell einen Überblick über den gesamten Bericht
erhält.
Bezugsadresse Kurzfassung:
Bezug Langfassung:
Zum Download ist der Bericht auf der Homepage des BMGS eingestellt
unter:
Die Langfassung als kostenpflichtige Druckversion (19,90 €) kann
nicht über das BMGS sondern nur über den Bundesanzeiger kostenpflichtig
bestellt werden. Bestellung unter der Faxnummer 0221-976 68 344 oder per E-Mail
an parlament@bundesanzeiger.de
Robert Koch-Institut (Hrsg.) (2005): Armut, soziale Ungleichheit
und Gesundheit. Expertise des
Robert-Koch-Instituts zum 2. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung.
Berlin
> Das Forschungsprojekt zeigt gesundheitsbezogene
Problemlagen und Verteilungsungleichheiten auf und weist auf
Entwicklungstrends in Deutschland hin. Dazu werden umfangreiche Auswertungen
auf Basis zugänglicher Datengrundlagen, u. a. der Gesundheitssurveys des Robert
Koch Instituts, des Sozio-ökonomischen Panels und des Mikrozensus durchgeführt.
Die Studie liefert aktuelle Informationen zu relevanten Themenfeldern der
Sozial- und Gesundheitspolitik, wie z.B. gesundheitliche Auswirkungen von
Einkommensungleichheit, Folgen der Arbeitslosigkeit für die Gesundheit, sozial
ungleiche Gesundheitschancen von Kindern und Jugendlichen sowie Migration und
Gesundheit. Die Daten wurden geschlechterdifferenziert erhoben und
dargestellt.
Bezugsadresse: Robert Koch-Institut, Nordufer 20, 13353 Berlin, Tel.
01888.754-3400, * gbe@rki.de
Link: http://www.rki.de/cln_011/nn_527010/DE/Content/GBE/Auswertungsergebnisse/Lebensbedingungen/sozialeschicht/soziale__schicht__inhalt.html__nnn=true
Arbeitslose
Männer und Frauen haben einen ungünstigeren Gesundheitszustand und leben
weniger gesundheitsbewusst als berufstätige Männer und Frauen. Während 49 %
der im Bundes-Gesundheitssurvey 1998 befragten arbeitslosen Männer rauchen,
sind es unter den berufstätigen männlichen Befragten 34 %. Die
Unterschiede bei den Frauen sind mit 31 % Raucherinnen unter den
arbeitslosen Frauen und 28 % Raucherinnen unter den berufstätigen Frauen.
Bezug: RKI (s.o.), Download
unter www.rki.de
Kinder
und Jugendliche stellen in Deutschland mittlerweile diejenige Altersgruppe dar,
die am häufigsten von Armut bedroht ist. Eine Armutslage in der Kindheit
bedeutet einen schlechten Start ins Leben und hat oftmals nachhaltige
Auswirkungen auf die soziale und gesundheitliche Entwicklung der
Heranwachsenden. Das Themenheft verdeutlicht dies anhand von Daten des
Öffentlichen Gesundheitsdienstes, der Krankenkassen sowie verschiedener
epidemiologischer Studien und Gesundheitssurveys (überarbeitete Auflage 2005).
Bezug:
RKI (s.o.), Download unter www.rki.de
Kapitel: Sozioökonomischer Status und Verteilung von Mortalität, Morbidität und Risikofaktoren
Langfassung (762 Seiten) unter: http://www.svr-gesundheit.de/Gutachten/Gutacht05/Langfassung2.pdf
Kurzfassung (92 Seiten) unter: http://www.svr-gesundheit.de/Gutachten/Gutacht05/Kurzfassung.pdf
BKK Bundesverband (Hrsg.) (2004): Gesundheit und sozialer Wandel. BKK Gesundheitsreport 2004. Essen
Die BKK veröffentlicht seit Jahren ihre branchenbezogenen
Krankheitsartenstatistik. Der vorliegende Band dokumentiert die Entwicklung der
Arbeitsunfähigkeit und der Krankenhausbehandlungen in der langjährigen
Perspektive und analyisert Veränderungen von Krankheitsschwerpunkten und
Inanspruchnahmen. Die Ergebnisse der Arbeitsunfähigkeit werden nicht nur
geschlechterdifferenziert sondern nach soziodemografischen Merkmalen
dargestellt.
Bezugsadresse:
BKK Bundesverband, Kronprinzenstr. 6, 45128 Essen, Tel.: 0201-179-1277, * gesundheitsstatistik@bkk-bv.de
Ministerium für Frauen, Jugend, Familie und Gesundheit des Landes Nordrhein-Westfalen (2000): Gesundheit von Frauen und Männern. Landesgesundheitsbericht 2000. lögd, Bielefeld
Der Gesundheitsbericht
enthält
ein Kapitel über Soziale Lage und Gesundheit und Armutsstrukturen in NRW und
untersucht unter „Spezielle Zielgruppen“ die sozioökonomische und
gesundheitliche Lage benachteiligter Frauengruppen (insb. alleinerziehender
Frauen) und alleinstehender Wohnungsloser.
Bezug: nur noch als Download erhältlich unter: http://www.mags.nrw.de/pdf/gesundheit/gesundheitsbericht_frauen_maenner.pdf
Forschungsprojekte Lebenslagen
Mit Beschluss vom 27. Januar 2000 hat der Deutsche Bundestag die Bundesregierung beauftragt, regelmäßig einen Armuts- und Reichtumsbericht zu erstatten. Am 25. April 2001 hat die Bundesregierung den ersten Armuts- und Reichtumsbericht vorgelegt. Der Bericht und die zeitgleiche Vorlage des "Nationalen Aktionsplanes zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung" (NAP'incl) markieren den Beginn einer kontinuierlichen Berichterstattung über Fragen der sozialen Integration und der Wohlstandsverteilung in Deutschland. Am 19. Oktober 2001 hat der Deutsche Bundestag die Verstetigung der Armuts- und Reichtumsberichterstattung beschlossen und die Bundesregierung beauftragt, jeweils zur Mitte einer Wahlperiode einen entsprechenden Bericht vorzulegen. In der Koalitionsvereinbarung vom Oktober 2002 hat die Bundesregierung nochmals den Stellenwert der Armuts- und Reichtumsberichterstattung als Grundlage einer Politik zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung festgehalten.
Eine zentrale Aufgabe der
Armuts- und Reichtumsberichterstattung ist es, auf der Basis wissenschaftlich
fundierter Erkenntnisse Armuts- und Reichtumslagen in Deutschland darzustellen
und zu analysieren. Hierbei kommt der wissenschaftlichen Forschung zu Fragen
der Unterversorgung und der sozialen Ausgrenzung, zu Reichtumsaspekten und zu
Ungleichheitstendenzen der Wohlstandsverteilung sowie zu den Möglichkeiten
gesellschaftlicher Teilhabe besondere Bedeutung zu. Parallel dazu sollen im
Fortgang der Berichterstattung der aktuelle Stand der wissenschaftlichen
Diskussion reflektiert und die theoretischen Grundlagen der Armuts- und
Reichtumsforschung vertieft werden, Erkenntnisdefizite abgebaut und die Datenlage
für die Berichterstattung verbessert werden.
Um die vorliegenden
Forschungsergebnisse einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen und
damit der wissenschaftlichen Diskussion zu Armuts- und Reichtumsfragen Impulse
zu geben, veröffentlicht das Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung
die Forschungsprojekte in dieser Reihe.
Bundesärztekammer (2005): Armut
und Arbeitslosigkeit machen krank. Beschlussprotokoll des 108. Deutschen Ärztetages vom
3.-6. Mai 2005 in Berlin
Der Beschluss beschreibt das Problem und macht 10
Vorschläge zur Verbesserung der Versorgungssituation Erwerbsloser.
http://www.bundesaerztekammer.de/30/Aerztetag/108_DAET/03Beschluss/Top04/01.html
Ministerium für Frauen, Jugend, Familie und Gesundheit des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.) (2001): Soziale Lage und Gesundheit. Entschließung der 10. Landesgesundheitskonferenz am 31.8.2001. Düsseldorf.
Bezugsadresse:
Ministerium für Arbeit,
Gesundheit und Soziales des Landes NRW, Fürstenwall 25, 40219 Düsseldorf, Tel.:
0211 855-5, Fax: 0211 855-3211
Zum
Download unter:
http://www.mags.nrw.de/pdf/gesundheit/landesgesundheitskonferenz31.8.2001.pdf
>
Enthält Daten und Fakten sowohl zu schichten- als auch zu
geschlechtsspezifischen Aspekten von Gesundheit und Krankheit und spricht
Empfehlungen für notwendige Schritte aus.
Arbeitskreis Frauen und Gesundheit im Norddeutschen Forschungsverbund Public Health (Hrsg.) (1998): Frauen und Gesundheit(en) in Wissenschaft, Praxis und Politik. Verlag Hans Huber, Bern
Bearbeitet verschiedene Themenfelder der Theorie und Praxis der Frauengesundheit und enthält einen Beitrag von Birgit Babitsch: Soziale Ungleichheit und Gesundheit – eine geschlechtsspezifische Betrachtung
Babitsch, Birgit (2000): Soziale Lage, Frauen und Gesundheit. In: Helmert, U. / Bammann, K. / Voges, W. / Müller, R. (Hrsg): Müssen Arme früher sterben? Soziale Ungleichheit und Gesundheit in Deutschland. Juventa Verlag Weinheim und München. S. 135-158
Babitsch, Birgit (2005): Soziale Ungleichheit, Geschlecht und Gesundheit. Verlag Hans Huber, Bern
>
Der Zusammenhang zwischen sozialer Ungleichheit und Gesundheit ist in
zahlreichen Studien belegt, aber welche Rolle kommt dabei der
Geschlechtszugehörigkeit zu? Babitsch arbeitet des Forschungsstand unter
Geschlechterperspektive auf. Außerdem analysiert sie Modelle, die die Grundlage
für empirische Analysen bilden, und
entwickelt diese gendersensibel weiter.
Babitsch, Birgit (2000): Soziale Lage, Frauen und Gesundheit. In: Helmert, Uwe; Bammann, Karin et. Al (Hrsg.) (2000): Müssen Arme früher sterben? Soziale Ungleichheit und Gesundheit in Deutschland. Juventa Verlag, Weinheim und München, S. 135-158
Bezugsadresse: Gesundheit Berlin e. V., Matenzeile 26,
13053 Berlin
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (2001): Bericht zur gesundheitlichen Situation von
Frauen in Deutschland. Schriftenreihe des
BMFSFJ; Bd. 209. Kohlhammer, Stuttgart
Enthält sozioökonomische Daten, geht dem Zusammenhang
von Erwerbsarbeit und Erwerbslosigkeit und Gesundheit nach und untersucht
Frauen in besonderen sozialen und gesundheitlichen Lebenslagen.
Der Bericht steht zum Download zur Verfügung unter: http://www.bmfsfj.de/Politikbereiche/gleichstellung,did=4122.html
Zusammenfassung des Kongresses Armut und Gesundheit 1998
in Berlin. Die Dokumentation enthält ein Kapitel: Armut und Gesundheit bei
Frauen und bearbeitet darin u. a. die Themen Alleinerziehende, Migration,
Gewalt gegen Frauen, Medikamente und Sucht.
Bezugsadresse: Gesundheit Berlin e. V., Matenzeile 26,
13053 Berlin
http://www.gesundheitberlin.de/index.php4?request=themen&topic=449&type=infotext
Kosten: 7,70 Euro
Enthält neben grundsätzlichen Betrachtungen Berichte
konkreter Projekte wie z. B. das Kooperationsprojekt des
Frauengesundheitszentrums Frankfurt „Gesundheitsförderung für sozial
benachteiligte Frauen“
Bezugsadresse: Gesundheit Berlin e. V., Matenzeile 26,
13053 Berlin
http://www.gesundheitberlin.de/index.php4?request=themen&topic=449&type=infotext
Kosten: 7,70 Euro
Koordinationsstelle Frauen und Gesundheit
NRW (Hrsg.) (2005): Soziale
Lage, Geschlecht und Gesundheit. Informiert! Nr. 10, Jg. 5
Koppelin,
Frauke (2000): Soziale Ungleichheit, soziale Unterstützung und die Bewältigung
chronischen Pflege-Stresses von Frauen in der häuslichen Pflege. In:
Helmert, Uwe; Bammann, Karin et. Al (Hrsg.) (2000): Müssen Arme früher sterben?
Soziale Ungleichheit und Gesundheit in Deutschland. Juventa Verlag, Weinheim
und München, S.201-222
Landesarbeitsgemeinschaft Mädchenarbeit in NRW e. V. (Hrsg.) (2006): Sterntaler – Mädchen, Armut und Geld. Betrifft Mädchen, 19. Jg., H. 1, Januar 2006. Juventa Verlag, Weinheim
Das Heft geht in verschiedenen
Beiträgen der Frage nach wie Armut und Reichtum sich zwischen den Geschlechtern
verteilt und ob Mädchen und Jungen Armut geschlechtsspezifisch bewältigen. Der
Bezug zu Gesundheit wird nicht direkt hergestellt.
Marstedt, Gerd; Müller, Rainer
(2000): Soziale Ungleichheit im Jugendalter. Geschlecht und
Bildungsniveau als Einflussdimension für Gesundheit und kulturelle Normen des
Gesundheitsverhaltens. In: Helmert, Uwe; Bammann, Karin et. Al
(Hrsg.) (2000): Müssen Arme früher sterben? Soziale Ungleichheit und Gesundheit
in Deutschland. Juventa Verlag, Weinheim und München, S.187-200
Mielck, Andreas (2002): Soziale Ungleichheit und Gesundheit. In: Hurrelmann, K./Kolip, P. (2002): Geschlecht, Gesundheit und Krankheit. Männer und Frauen im Vergleich. Verlag Hans Huber. S. 387-402
Profamilia - Deutsche Gesellschaft für Familienplanung, Sexualpädagogik und Sexualberatung e.V. Bundesverband (Hrsg.) (2005): Armut. Pro familia Magazin 01/2005.
Bezugsadresse: pro familia-Bundesverband, Stresemannallee 3,
D-60596 Frankfurt, * magazin@profamilia.de
Artikelübersicht unter: http://www.profamilia.de/article/show/9329.html
World Health Organisation (WHO), Department of Gender,
Women and Health (GWH)
Regionalbüro
Europa
http://www.euro.who.int/gender
Dokumente
und Instrumente
European
Anti Poverty Network - Europäisches Anti-Armuts-Netzwerk
http://www.eapn.org
Das
Europäische Anti-Armuts-Netzwerk wird von der Europäischen Kommission unterstützt.
(wahlweise in englischer oder französischer Sprache)
Nationale Armutskonferenz (NAK)
http://www.nationale-armutskonferenz.de
Die
Nationale Armutskonferenz (nak), ein Zusammenschluss der Spitzenverbände der
Freien Wohlfahrtspflege, bundesweit tätiger Fachverbände und
Selbsthilfeorganisationen und des Deutschen Gewerkschaftsbundes, will dazu
beitragen, das Armutsproblem zu überwinden bzw. die Selbsthilfeansätze der von
Armut betroffenen Menschen zu unterstützen.
Kongress
„Armut und Gesundheit“
http://www.armut-und-gesundheit.de
Gesundheit Berlin
e.V.,
Landesarbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung
Der Kongress „Armut und Gesundheit“ findet jedes Jahr im Dezember in Berlin
statt und führt unter wechselnden Themenschwerpunkten Experten aus der
Wissenschaft und Praxis zusammen. Gesundheitsförderung und die Verringerung der
ungleichen Gesundheitschancen sozial Benachteiligter stehen dabei im
Mittelpunkt.
http://www.gesundheitberlin.de
Datenbank der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung „Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten“
> Die
Gesundheit von Menschen in schwierigen sozialen Lebenslagen zu stärken - das ist Anliegen und Thema dieser Plattform. Neben
einer umfangreichen Projekt-Datenbank und Informationen zum jährlich
stattfindenden Kongress „Armut und Gesundheit" finden Sie hier Termine,
Materialien und Forschungsergebnisse rund um Gesundheitsförderung für sozial
Benachteiligte.
http://www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/?uid=72c78a28627ec3f11550528255a5aac4
Datenbank
Gesundheitsprojekte
Kurzüberblick
über die wichtigsten Funktionen der bundesweiten Projekt-Datenbank mit
Gesundheitsprojekten, die sich an sozial benachteiligte Zielgruppen wenden.
Unter:
http://www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/?uid=7ff0b86aa2f4d4317c2a608cea4a8c4a&id=main2
Institut für Prävention und Gesundheitsförderung an der
Universität Duisburg-Essen
Das
Institut für Prävention und Gesundheitsförderung an der Universität
Duisburg-Essen wurde als Gemeinschaftsinitiative des Bundesverbandes der
Betriebskrankenkassen und der Universität Duisburg-Essen 2003 gegründet. Das
Institut sieht seine wichtigste Aufgabe im Auf- und Ausbau der Prävention als
vierte Säule des Gesundheitswesens und die Verbreitung der Prävention und der
Gesundheitsförderung in allen Lebens- und Arbeitsbereichen.
Hierzu
engagiert es sich insbesondere in der Erforschung arbeitsbedingter Erkrankungen
und ihrer gesundheitsökonomischen Bewertung, der Erforschung arbeitsbedingter
Frühinvalidität, der Evaluation von individuellen Bonus Modellen in der GKV
und bei präventiven Angeboten für Menschen mit niedrigem Sozialstatus und
schwieriger Lebenssituation.
This portal is a unique space in which you can find
recent examples of interventions and policies designed to reduce health
inequalities in the countries of the European Union.
The portal is a host to:
Database
of Good Practice to Reduce Health Inequalities,
• Country
Profiles listing the main policies, actors and tools developed to deal with
health inequalities on a national level,
• EU
Policy Section containing Case Studies that show how EU Policies and Programmes
can affect health inequalities at the national level, and
• Relevant
links related to the issue of health inequalities.
The Health Inequalities Portal is the tool to use when
planning local projects, understanding the policy context of these
interventions and/or conducting exploratory research in the field of health
inequalities.
All the material and information presented on this site
are a result of the “Closing the Gap: Strategies for Action to Tackle Health
Inequalities (2004-2007)” project developed by the Consortium of Partners for
Equity in Health and co-funded by the European Commission.
(This project has received funding from the European
Commission DG SANCO. The Commission takes no responsibility for text or
information presented on this website.)
Die
BZgA koordiniert als deutsche Partnerin dieses EU-Projekt. Ziel ist, effektive
Strategien zur Reduzierung gesundheitlicher Ungleichheiten zu entwickeln und eine
europäische Datenbank mit fundierten Informationen und vorbildlichen Projekten
zu erstellen. Nationale Gesundheitsförderungsinstitutionen laus 22 europäischen
Ländern arbeiten hier zusammen. Kernstück ist die Online-Datenbank „Closing the
gap“. Sie informiert über gelungene Projekte, zeigt den Wissens- und
Aktionsstand in Europa und Strategien zum Abbau gesundheitlicher Ungleichheiten
auf europäischer Ebene.
Die Kooperationserklärung
steht zum Download unter: http://www.slfg.de/files/Kooperationserklaerung.pdf
BKK
Initiative „Mehr Gesundheit für alle“
Pressemitteilung
dazu unter: http://www.bkk.de/bkk/pressemitteilungen/powerslave,id,113,nodeid,15.html
www.mehr-gesundheit-fuer-alle.de
Gesundheit
Berlin e.V., BKK Bundesverband (Hrsg.) (2005): Strategien
und Erfahrungen. Mehr Gesundheit für alle. Die BKK-Initiative als ein
Modell für soziallagenbezogene Gesundheitsförderung. Gesundheitsförderung
und Selbsthilfe, Band Nr. 14. Wirtschaftsverlag NW, Bremerhaven
Die
Veröffentlichung stellt verschiedene Ansätze und Strategien zur
Gesundheitsförderung sozial Benachteiligter anhand konkreter
Projekterfahrungen aus der Initiative „Mehr Gesundheit für alle“ dar, die sich
als umsetzbar und wirksam erwiesen haben.
Bundeszentrale
für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) (Hrsg.) (2003):
Gesundheitsförderung für sozial Benachteiligte. Aufbau einer
Internetplattform zur Stärkung der Vernetzung der Akteure. Forschung und
Praxis der Gesundheitsförderung, Band 22. Köln
Hintergrund
und Projektbericht von www.datenbank-gesundheitsprojekte.de
Bezug:
BzgA, 51109 Köln, www.bzga.de, Bestellnummer:
60 622 000
Bund-Länder-Programm „Stadtteile mit besonderem
Entwicklungsbedarf – die soziale Stadt“
Das
1999 gestartete Programm will die physischen Wohn- und Lebensbedingungen sowie
die wirtschaftliche Basis in den Stadtteilen stabilisieren und verbessern und
die Lebenschancen durch Vermittlung von Fähigkeiten, Fertigkeiten und Wissen
erhöhen. Eines von zwölf Handlungsfeldern ist Gesundheitsförderung. Auf der
Homepage finden sich unter:
http://www.sozialestadt.de/programm/handlungsfelder/gesundheitsfoerderung.phtml
Projekte
aus der Praxisdatenbank dieses Handlungsfeldes und eine Literaturdatenbank.
Die Regionalen Knoten sollen dezentral
Strukturen zur Gesundheitsförderung sozial Benachteiligter aufbauen. Angebote:
datenbasierte Auswertung sozial benachteiligter Zielgruppen, Unterstützung
bei fachlich-inhaltlichen Fragen, Informationstransfer und Vernetzung von Akteuren,
Vorträge, Fachtagungen, Öffentlichkeitsarbeit, Auswahl von Good Practice Projekten.
Kontakt:
Monique Wewel (Koordinatorin), Max-Fiedler-Straße 6,
45128 Essen, Telefon (0201) 5 65 96 24, Mail wewel@ipg-uni-essen.de
Bundeszentrale
für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) (2005):
Kriterien guter Praxis in der Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten.
Ansatz – Beispiele – weiterführende Informationen. Gesundheitsförderung
konkret, Bd. 5
>
Der beratende Arbeitskreis des Kooperationsverbundes „Gesundheitsförderung bei
sozial Benachteiligten“ hat Kriterien zur Identifizierung guter Praxis in der
Gesundheitsförderung für und mit sozial benachteiligten Zielgruppen entwickelt.
Im folgenden werden dann 13 Beispielprojekte vorgestellt, die von den
regionalen Knoten auf Länderebene ausgewählt wurden.
Ärztekammer
Nordrhein, AOK Rheinland: Projekt „Gesund macht Schule”
Projektbeispiele
z.B., Gesunde Ernährung in Neuss, Zirkusprojekt in Aachen etc.
Arbeitsmappen
für LehrerInnen zum verschiedenen Themen z. B.
Körper, Gesundheit, Ernährung, Sexualerziehung etc., für Ärzteschaft zur
Elternarbeit
Bezugsadresse:
Ärztekammer Nordrhein, Kooperationsstelle für Ärzte und Lehrer,
Tersteegenstr. 9, 40474 Düsseldorf
Ausführliche
und umfangreiche Literaturlisten finden Sie u.a. unter www.gesundheitberlin.de und im
Gutachten des Sachverständigenrates von 2005 „Koordination und Qualität im
Gesundheitswesen“
Geene, Raimund; Philippi, T. (Hrsg.) (2004): Mehr
Gesundheit für alle. Die BKK-Initiative als ein Modell für
soziallagenbezogene Gesundheitsförderung. Reihe Gesundheitsförderung und Selbsthilfe
Bd. 6. Wirtschaftsverlag, Bremerhaven
Geene,
Raimund; Steinkühler, Judith (Hrsg.) (2005): Strategien
und Erfahrungen - Mehr Gesundheit für alle - Die BKK-Initiative als ein
Modell für soziallagenbezogene Gesundheitsförderung. Reihe Gesundheitsförderung
und Selbsthilfe, Bd. 14. Wirtschaftsverlag, Bremerhaven
> berichtet
über den Kooperationsverbund „Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten“
und stellt den Modellcharakter der Initiative heraus
> die
Erfahrungen im Rahmen dieser modellhaften Initiative begonnenen Projekte werden
ausgewertet und Perspektiven für ihre zukünftige Rolle im Prozess der
Gesundheitsförderung abgeleitet.
> Weitere
Beiträge diskutieren Strategien zur Erreichung der Zielgruppen und sind eine
Zusammenfassung der Arbeitsergebnisse von Arbeitsgruppen, die auf der 2. Tagung
der BKK-Initiative im Dez. 2004 getagt haben.
> enthält
eine kritische Bilanz der Diskussion um das Präventionsgesetz
Kastner,
Michael; Hagemann, Tim; Kliesch, Gesa (Hrsg.) (2005):
Arbeitslosigkeit und Gesundheit. Arbeitsmarktintegrative
Gesundheitsförderung. Pabst Science Publishers, Groß Umstadt
Enthält
ein Kapitel zu Gender Mainstreaming und zu Männergesundheit in der Erwerbslosigkeit