Programmatik
des Netzwerkes Frauen und Gesundheit' NRWIm Land Nordrhein-Westfalen besteht Konsens darüber, dass eine verstärkt geschlechtsspezifische Differenzierung im Sinne des Gender Mainstreaming in zahlreichen gesellschaftspolitischen Feldern und damit auch im Gesundheitswesen erforderlich ist. Mit dem Netzwerk Frauen und Gesundheit NRW' sollen die Belange von Mädchen und Frauen im Zusammenhang mit Gesundheit und Krankheit verstärkt in den Mittelpunkt gerückt werden. Dies wird unterstützt durch den Antrag zur "Frauengerechten Gesundheitspolitik" der Fraktionen von SPD und Bündnis90/Die Grünen sowie durch die Enquête-Kommission "Frauengerechte Gesundheitsversorgung" des Landtags NRW.
Neben biologischen Faktoren ist Gesundheit auch abhängig von sozialen Faktoren und Lebensbedingungen. Deshalb schließt frauengerechte Gesundheitspolitik die Betrachtung von Lebenssituationen ein.
Maßnahmen, die im Sinne einer Geschlechterdifferenzierung auf eine Verbesserung der gesundheitlichen Situation und der gesundheitlichen Versorgung von Frauen zielen, müssen daher gleichzeitig die gesellschaftlichen Lebens- und Arbeitsbedingungen von Frauen sowie die Umsetzung des Anspruchs auf gleichberechtigte Teilhabe in den verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen mit in den Blick nehmen.Zielsetzung:
Vor diesem Hintergrund soll mit der Bildung des Netzwerkes Frauen und Gesundheit NRW' eine breite Einbindung von Organisationen, Institutionen, Akteurinnen und Akteuren und Multiplikatorinnen und Multiplikatoren insbesondere aus dem Gesundheitsbereich erfolgen, um so über Erfahrungsaustausch und Know-how-Transfer das Thema der Gesundheit von Mädchen und Frauen kommunal, regional und landesweit stärker zu verankern, das Bewusstsein für die Notwendigkeit einer stärkeren Geschlechterdifferenzierung zu entwickeln und konkretes Handeln auszulösen.
Aufgaben:
Das Netzwerk soll ein landesweites Forum sein, das unterschiedliche Erfahrungen, Ansätze und Kompetenzen im Bereich der frauenspezifischen Gesundheitsförderung, -versorgung und -forschung bündelt.
Hierzu bedarf es
- einer Analyse der jeweiligen Ausgangslagen,
- der Formulierung von Handlungsbedarfen und Entwicklung von Lösungsansätzen für eine frauengerechtere Gesundheitsversorgung, -förderung und -forschung.
- der Entwicklung einer Strategie zur Etablierung des Gender Mainstreaming in das Gesundheitswesen sowie
- der anschließenden Umsetzung im Bereich des Gesundheitswesens beispielsweise bei zielgruppenspezifischen Projekten oder einer gezielten Informations- und Öffentlichkeitsarbeit.
Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt den Aufbau der Vernetzung von Akteuren und Akteurinnen im Gesundheitsbereich, die den Gender-Ansatz vorantreiben.