Unser Ziel
Ziel der Koordinationsstelle ist, den geschlechterdifferenzierten Ansatz in der Betrachtungsweise von Gesundheit und Krankheit, Gesundheitsförderung und Gesundheitsversorgung im Gesundheitswesen zu verankern und dieses frauengerechter mitzugestalten.
Mit diesem Ziel bearbeiten wir die Themenfelder
Frauen und Gesundheit, geschlechtsspezifische Aspekte von Gesundheit und Krankheit
und begleiten die Umsetzung von
Gender Mainstreaming im Gesundheitswesen. Hintergrund
In Deutschland wächst das Bewusstsein für eine geschlechterdifferenzierte Betrachtungsweise von Gesundheit und Krankheit.Frauen und Männer unterscheiden sich bezüglich ihres Krankheitsspektrums, sie haben ein unterschiedliches Gesundheitsverhalten und unterschiedliche Gesundheitsrisiken. In der Morbiditäts- und Mortalitätsstatistik ist das Geschlecht ein deutliches Unterscheidungsmerkmal.
Wussten Sie, dassDiese Aufzählung ließe sich fortführen.
bis zu zwei Drittel der Beruhigungs- und Schlafmittel, Antidepressiva und Neuroleptika an Frauen verschrieben werden und dieser Anteil mit dem Alter noch steigt? bei gleichen Beschwerden Frauen eher psycho-somatische, Männer hingegen organische Diagnosen erhalten? junge Männer zwischen 20 und 34 Jahren eine dreifach erhöhte Sterblichkeit aufgrund von Verkehrsunfällen, Suizid und Drogenabhängigkeit aufweisen? Ein zukunftsweisender Gesundheitsbegriff
differenziert Frauen und Männer hinsichtlich der Ursachen, der Symptomatik, der Bewältigungsstrategien von Gesundheit und Krankheit sowie hinsichtlich ihrer Ressourcen, Bedürfnisse und Interessen.